Open Source im professionellen Einsatz

Wolken für alle

An den Webhostingday im Phantasialand, auf dem in der Tat viel von Wolken die Rede war, hat sich die "Unkonferenz" Cloud Camp angedockt, die unter anderem von Sun gesponsort wird. Dort stellte Matthias Rechenburger heute OpenQRM vor. Das ist eine quelloffene Software, um eine Rechnerwolke aufzusetzen. An das Mosixview-Projekt anknüpfend, über das Rechenburger seinerzeit im Linux-Magazin einen Artikel beschrieb, begann eine Firma die Cloud-Software um das Jahr 2003 herum weiter zu entwickeln. Rechenburger arbeitete bei dieser Firma und überzeugte sie sukzessive davon, dass GPL-Quellen etwas Gutes seien.

Schönes Beispiel: Prompt gab die Firma das Cloud-Projekt einige Jahre später auf. Wäre es nicht quelloffen gewesen, hätte es damit ein Ende gefunden. So aber konnte Rechenburger die Sache an sich nehmen und entwickelte die Software in seiner Freizeit weiter. Inzwischen ist das GPL-Projekt so weit, dass es mit einer Demo an die Öffentlichkeit geht.

Um die Cloud zu nutzen müsse man etwas bezahlen, sagte Rechenburger. Es hat den Anschein, dass damit zunächst die von einer Firma zur Verfügung gestellten Maschinen finanziert werden. Ob nun kommerziell oder nicht: Jedenfalls können die, die langsam mal wissen möchten wie Cloud Computing funktioniert, bei der Demo mitmachen, wofür man allerdings manuell bei Rechenburger nachfragen muss.

Während des Jahres 2008 hat das OpenQRM-Team die Software komplett neu geschrieben, sagte Rechenburger zu Linux-Magazin Online. Man wollte zum Beispiel weg von Java hin zu einer Skriptsprache, wobei die Wahl auf PHP gefallen ist. Die aktuelle Version 4.4 kam vor wenigen Tagen heraus. An neuen Features bringt sie unter anderem mit, dass der Nutzer eine in der Cloud belegte Anwendung pausieren kann und nur die Zeit bezahlt, in der sie aktiv ist.

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