Open Source im professionellen Einsatz

Schnittstellen-Domino

Als Redakteur hat man eine Menge mit Schnittstellen zu tun. Allein schon mit dem Wort: Für GUI, Benutzer-Interface und grafische Schnittstelle weitere Synonyme zu finden ist gar nicht so einfach. Wie wäre es mit Zugriffsfläche? So kommt man dazu, sich einige Gedanken zur Wortbedeutung zu machen. Im Fahrstuhl die Erleuchtung: Die Knöpfe zum Markieren des gewünschten Stockwerks sind auch Benutzerschnittstellen. Sie ermöglichen gezielt, das Verhalten des Fahrstuhls zu manipulieren. Aber es sind nicht wirklich grafische Schnittstellen. Dieser Begriff ist für Flächen - zweidimensional - auf dem Bildschirm reserviert. Stattdessen sind es: plastische Schnittstellen. Und weiter: Eine Bushaltestelle ist dann eine räumliche Benutzerschnittstelle, nämlich zum Bus. Nur scheinbar einfach ist es hingegen mit den menschlichen Sinnesorganen. Wenn da jemand vor mir steht, den ich benutzen möchte, damit er mir einen Bleistift leiht oder so was, bediene ich mich der akustischen Benutzerschnittstelle, dem Ohr. Oder ich wähle seine visuelle Schnittstelle, die Augen, indem ich gestikuliere. Soweit klar. Keine Schnittstelle in diesem Sinne ist hingegen der Mund. Denn was jemand (ein System) sagt, kann niemand anders (ein Benutzer) konsequent kontrollieren.

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