Oracles Ellison auf Einkaufstour
Oracle-Chef Larry Ellison hat seinem Hang zu kostspieligen Shoppingtouren nachgegeben und dürfte mit dem Kauf von Sun Microsystems auch noch seinem Ego eine kleine Streicheleinheit gegönnt haben, indem er dem die als Mitbewerber gehandelte IBM ausgestochen hat. Für einen stattlichen Preis von 7,4 Milliarden US-Dollar oder 9,50 Dollar pro Aktie allerdings, der den - derzeit eher dünnhäutigen - Börsianern wohl zu hoch erschien, die Oracle-Aktie verlor nach Bekanntgabe der Kaufentscheidung. IBM hatte unbestätigten Meldungen zufolge zuletzt 9,40 US-Dollar geboten.
Statt dem Linux-Betriebssystem von Red Hat, an dem Ellison ebenfalls starkes Kaufinteresse zugeschrieben wurde, reiht sich nun Solaris ins Portfolio von Oracle. Die passende Hardware in Form von Sun-Servern ist ebenfalls mit dabei, was den Kauf für einen Softwarekonzern mit dem Fokus auf Datenbanken und diversen Middleware-Produkten plausibel macht. Ellison hat für sein derart aufgefrischtes Angebot den alten Wahlspruch "Alles aus einer Hand" ausgegraben. Die verbleibenden Ritzen dürfte Suns Java füllen. Soweit die Theorie.
Bleibt die Frage, was Ellison mit der wiederum von Sun gekauften freien Datenbank MySQL macht, die nun ebenfalls . im Zugriffsbereich von Oracle liegt. Der Kauf von Konkurrenzprodukten, zumal im Kerngeschäft, führte schon öfter zu einem bitteren Ende des Unterlegenen, sprich eingekauften Produkts.
Auf der anderen Seite trägt mit Scott McNealy einer der Großen der Branche den Verkauf seiner 1982 mit zwei Mitstreitern gegründeten Firma Stanford University Networks, kurz Sun, mit Fassung. Jonathan Schwartz, der bei Sun die Geschäfte führt, dürfte aufatmen. Nach den gescheiterten Verhandlungen mit IBM drohte ihm das Schicksal, das schon Yahoo-Mitgründers Jerry Yang widerfahren ist, der die Übernahmeverhandlungen mit Microsoft Scheitern ließ: Yang musste seinen Posten als CEO räumen.
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