Open Source im professionellen Einsatz

Offenes Buch, elektronisch

Ich habe mir einen E-Book-Reader gekauft und zeige ihn stolz herum. Der Huber, Vinylplattensammler und bis vor kurzem Handy-Verweigerer, kauft sich so ein Gadget? Ja, ich probier das mal aus, es ist ein Experiment.

Doch welches Gerät nehme ich? Die Reader in der Preisklasse rund um 300 Euro sind einander sehr ähnlich: ARM-Prozessor und Linux drin, beim Display gibts, wenn man E-Ink möchte, ohnehin ein Anbieter-Monopol, weshalb alle das gleiche eingebaut haben.

Eine Übersicht im Mobileread-Wiki hilft mir weiter. Das Han Lin scheint die meisten Formate zu beherrschen und verwendet einen handelüblichen (und damit austauschbaren) Handy-Akku. Und das Interessanteste: Es gibt eine offene Linux-Distribution dafür, Openinkpot.

Das Display lässt sich mit geeigneten Schriften prima lesen. Nach einem Tag gewöhne ich mich auch daran, keine ganze Buchseite zu sehen, sondern in angenehm großen Lettern ein, zwei Absätze am Stück zu lesen und dann zu blättern.

Und dank Openinkpot habe ich mich gestern zum ersten Mal per SSH auf meinem E-Book eingeloggt. Ich glaube, die freie Distribution ist mir demnächst einen Online-Artikel wert.

Der Hanlin E-Reader der Firma Jinke läuft unter Linux und verwendet ein E-Ink-Display.

Der Hanlin E-Reader der Firma Jinke läuft unter Linux und verwendet ein E-Ink-Display.

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Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

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