Open Source im professionellen Einsatz

Informatikstudium mit Windows

Windows allüberall begründen Händler und Hersteller mit der Kundennachfrage: Die meisten würden Windows wollen, sagen sie bedauernd. Wenig innovativ, aber okay, geschenkt. (Es wird eh nicht so bleiben.) Wenn ich allerdings als Informatikstudent Studienmaterialien meiner Hochschule in Anspruch nehme, muss ich mich dann auf das geschlossene Betriebssystem festnageln lassen? In einem Fall erforderte die an der Hochschule käuflich erworbene Multimedia-Lern-CD ein Windows-Betriebssystem, um irgendein Initialskript zu installieren. Wine half nicht. Ob wohl ein Workaround für Linux-Nutzer bekannt sei, da es ja wohl nicht nur einen einzigen Linux-Nutzer unter den Studenten gebe, ging die Frage an die Verantwortlichen. "Wir können Ihnen da nicht helfen", hieß die Antwort. Noch schlimmer: "Wir können das hier auch nicht testen." Ich finde, ein Informatikstudium ohne offenes Betriebssystem ist wie ein Kunststudium ohne Farben. Aber es wird ja einen Open-Source-Professor an der Uni Erlangen geben. Das ist dann das andere Ende der Skala. Das bessere.

comments powered by Disqus

Ausgabe 11/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.