Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 11/2017
© guijunpeng, 123RF

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Ffmpeg mit Hardwarebeschleunigung

Fast Motion

Videos verarbeiten stellt Benutzer meist vor eine harte Geduldsprobe, selbst wenn der eingesetzte Rechner über eine schnelle CPU und viel Arbeitsspeicher verfügt. Mit dem nötigen Wissen und der passenden Hardware macht er dem Prozess jedoch über die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte Beine.

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Ffmpeg [1] ist wohl eines der am weitesten verbreiteten Werkzeuge, um Videodateien zu manipulieren. Die Bibliotheken des Projekts kommen in diversen grafischen Frontends zum Einsatz. Hardware-seitig helfen meist Grafikkarten bei der Videoverarbeitung – zumindest beim Dekodieren. Mit den richtigen Optionen und der passenden Hardware erzielen sie in bestimmen Fällen dramatische Leistungssteigerungen. Der Artikel demonstriert, wie Anwender Ffmpeg mit der Hardwarebeschleunigung verheiraten und wann das überhaupt Sinn ergibt.

Der Klassiker mit CPU

Videokameras oder digitale Videorecorder wie TV-Headend [2] nehmen Videos in einem Format wie Mpeg 2 entgegen, um sie dann in ein Containerformat wie MP4 oder MKV zu verpacken. Videocodecs wie H.264 oder das neuere H.265 erlauben es, Dateien wesentlich effizienter zu speichern. Der Nachteil: Abhängig von der Einstellung funktioniert die Kompression nicht mehr verlustfrei und wird unter Umständen beim Anschauen sichtbar.

Kommen keine Transformationen wie Größenumwandlungen oder Filter zum Einsatz, wandelt Ffmpeg Videos um, indem es Video- und Audioströme liest, dekodiert und dann wieder enkodiert. Ffmpeg ist dabei schlau genug, sich gleich auf mehrere CPUs zu stützen, wenn diese vorhanden sind. Der Parameter »-threads X« erlaubt es dem Benutzer dabei, die Anzahl der parallel arbeitenden Threads (und damit der genutzten CPUs) selbst festzulegen.

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