Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 10/2017
© mohd hairul fiza musa, 123RF

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Ein Venture-Kapitalgeber für Suse erinnert sich

Hoch gepokert

Ende 2001 wollte fast niemand mehr in die defizitäre Suse AG investieren. Für Rafael Laguna, der damals für einen Wagniskapitalgeber arbeitete, überwogen dagegen die Chancen der Linux-Firma. Nach dem Einstieg von Novell verließ er Suse und startete mit Groupware eine eigene Linux-Karriere.

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Im Jahr 1995 hatte ich mein Software-Unternehmen Micado an die kalifornische Firma PMSC verkauft und wurde Teil eines börsennotierten amerikanischen Großkonzerns. Nach fünf Jahren dort – mit viel "Schnipp und Schnapp" – fand ich, es sei Zeit für Neues.

Glück und Zufall führten mich zum neu gegründeten Münchner Wagniskapitalgeber Ad Astra, den die Hypovereinsbank im Juli 2000 zusammen mit 100 Millionen Euro auflegte, um in vielversprechende Internet- und Software-Unternehmen zu investieren. Allerdings gerieten die Finanzmärkte exakt zu jener Zeit in Panik. Nach einer grandiosen Kursrally platzte die Blase, und spätestens mit 9/11 stürzten die Kurse der Technologiefirmen ins Bodenlose (Abbildung 1). Eigentlich eine gute Zeit, um zu investieren, doch besaß kaum jemand die Nerven dafür.

Abbildung 1: Sehr spitze Leistung: Nasdaq-Index mit Dotcom-Rally und -Absturz.

In der aufgeheizten Situation im Herbst 2001 kamen wir in Kontakt mit der Nürnberger Suse Linux AG. Rasch war klar, dass die Firma viel zu schnell gewachsen war und jeden Monat weit mehr für Personal und Büros auf der ganzen Welt ausgab, als sie einnahm. Die Suse-Gründer hatten in den letzten Jahren begonnen neue Märkte zu besetzen, bevor Konkurrent Red Hat dort auftaucht.

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