Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 10/2017
© German Totskyi, 123RF

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Web-Praxisbeispiel mit dem Phoenix Framework 1.3

Heißer Vogel

Wer das Gefühl hat, mit Ruby on Rails performancemäßig aufs Abstellgleis geraten zu sein, und zugleich keine Scheu hat, sich zu einem anderen Programmierparadigma aufzuschwingen, findet im Phoenix Framework einen pfeilschnellen Web-Segler.

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Wie alle erfolgreichen Open-Source-Projekte hinterfragen Teile der Community auch das mittlerweile 13 Jahre alte Webframework Ruby on Rails ([1], [2], [3]) regelmäßig. Meist geschieht dies in Form einer Neu-Interpretation per Ruby (etwa [4]). Das Framework Phoenix tut das viel radikaler und ersetzt sowohl die Programmiersprache als auch die Idee des objektorientierten Ansatzes.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: Vor ein paar Jahren kämpfte der damalige Ruby-on-Rails-Entwickler Chris McCord (Abbildung 1) bei einem Rails-Projekt mit Performance-, Concurrency- und Skalierungsproblemen. Zufall oder nicht, kurz vorher traf ein anderer Rails-Entwickler, José Valim, bei einem Ruby-Projekt auf ähnliche Unzulänglichkeiten. Als Lösung ersann er die funktionale und auf Erlang/OTP (The Open Telecom Platform, Erlang-Standard-Middleware) aufsetzende Programmiersprache Elixir [5].

Abbildung 1: Der Phoenix-Framework-Erfinder Chris McCord.

Chris McCord schaute sich Elixir an und war von den Möglichkeiten begeistert. Er baute mit Elixir eine Alternative zu Ruby on Rails und veröffentlichte im August 2015 die Version 1.0 von Phoenix Framework [6]. Auch wenn Phoenix auf den ersten Blick viel Ähnlichkeit mir Rails hat, so sind die beiden Frameworks sehr unterschiedlich.

[...]

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