Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 10/2017
© vanbeets, 123RF

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Suses Nine Eleven

Bauwerke in Gefahr

Am 11. September 2001 konnte die damalige Suse-Belegschaft ihre Aufmerksamkeit nicht ausschließlich nach New York richten. Denn auch in Nürnberg nahm der Tag einen schicksalhaften Verlauf, wie hier einer berichtet, der dabei gewesen ist.

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Mit steigendem Lebensalter schiebt man manche Episode ins falsche Jahr – vielleicht ein Schutz des Gehirns vor Überanstrengung. Was aber jeder noch genau weiß, ist, wo er oder sie an Tagen war, an denen historische Zäsuren stattfanden – als John F. Kennedy ermordet wurde, als die Bombe in Hiroschima fiel, Neil Armstrong den Mond betrat oder die Berliner Mauer sich öffnete.

Das jüngste Ereignis dieses Kalibers war für mich der 11. September 2001 mit seinen ikonografischen Fernsehbildern und der allgemeinen Fassungslosigkeit. Zu jener Zeit war ich Angestellter bei Suse in Nürnberg und im Großen und Ganzen recht zufrieden mit meiner Situation. Während die zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center in New York rasten, waren meine Kollegen und ich auf einer Mitarbeiterversammlung – und auch die sollte in unserem Leben einen gravierenden Wendepunkt bringen.

Die Vorgeschichte

Suse Linux verkaufte sich ab 1994 prächtig. Bis zu hunderttausend Pakete lieferten wir erst zwei-, später dreimal pro Jahr an unsere technikaffinen Privatkunden aus (Abbildung 1). Mit den Jahren etablierte sich Linux zudem als Server-Betriebssystem in Unternehmen. Darin lag eine neue Chance: Mittelständische und große Firmen, so die Überlegung unserer Gründer, würden nach Linux-Experten suchen, die ihre unternehmenskritischen Linux-Systeme konfigurieren und supporten.

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