Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 09/2017
© solstizia, 123RF

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Informationen aggregieren mit Huginn

Sammeln mit Verstand

Die Webanwendung Huginn holt Informationen und Daten von Webseiten, bereitet diese auf und verschickt sie gebündelt per E-Mail an einen Nutzer. Zudem führt sie bei bestimmten Ereignissen automatisch vorgegebene Aktionen aus. Die kleine IFTTT-Alternative einzurichten erfordert aber einige Handarbeit.

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"Auf Twitter gab es gestern ungewöhnlich viele Beiträge zur Netzneutralität, der in der Nacht veröffentlichte neue XKCD-Comic beschäftigt sich mit Drohnen und das Wetter wird heute regnerisch." Die etwas wirr klingende kurze Zusammenfassung stammt von Huginn [1]. Die Webanwendung beobachtet kontinuierlich mehrere vom Anwender vorgegebene Websites und Internetdienste. Aus den dort veröffentlichten Informationen erstellt sie eine Zusammenfassung, die sie dem Benutzer per E-Mail an den Frühstückstisch sendet.

In seinem Bericht verweist Huginn unter anderem auf eine hohe Regenwahrscheinlichkeit für den eigenen Wohnort oder schlägt Alarm, wenn es auf Twitter viele Beiträge zu einem Begriff wie Netzneutralität gibt. Ähnlich wie der Internetdienst IFTTT [2] löst Huginn bei bestimmten Events automatisch Aktionen aus. Etwa wenn sich der Text auf einer News-Seite ändert oder der Onlineshop das begehrte Notebook im Preis senkt. Auch bei IoT-Projekten macht es sich nützlich. Die Nutzer bedienen es bis auf wenige Ausnahmen per Webinterface.

Anspruchsvoll

Huginn steht unter der MIT-Lizenz und läuft auf dem Server des Anwenders. Der sollte mindestens über 2 GByte RAM und einen Dualcore-Prozessor verfügen. Wer Huginn auf einem schwachen Rechner wie dem Raspberry Pi betreiben möchte, sollte den Tatendrang der Software über die Konfiguration zügeln. Die dazu nötigen Umbauten erklärt ein Eintrag im Huginn-Wiki [3].

[...]

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