Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 08/2017

Gelöschte Daten rekonstruieren

Rettungsmission

Im Zeitalter der Mausschubser löscht ein falscher Klick schnell wichtige Daten oder gar komplette Partitionen. Ist dann auch noch das Backup-Tool außer Betrieb, kann nur noch ein Rettungstrupp helfen. Verschiedene Helferlein versprechen Dateien und Partitionen aus dem Nirwana zurückzuholen.

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Versehentlich Daten zu löschen, ohne ein aktuelles Backup zu besitzen, das ist der Albtraum vieler User. Zwar bieten aktuelle Anwendungen oft Sicherheitsabfragen vor dem tatsächlichen Löschen an, aber klickt der Anwender hier zu schnell oder bestätigt er voreilig den Löschvorgang, fällt das Kind trotzdem in den Brunnen. Auch fehlerhaft eingegebene Befehlsparameter am Prompt lassen im Handumdrehen ganze Verzeichnisbäume im Nirwana verschwinden.

Zugleich zeigen Umfragen wie die von Seagate [1], dass Nutzer oft keine oder nur mangelhafte Backups anlegen. Hardwaredefekte mal ausgenommen lassen sich Dateien und sogar ganze Partitionen dennoch häufig rekonstruieren. Die Bitparade stellt Tools vor, die helfen.

Organisatorisches

Massenspeicher – egal ob es sich um Festplatten, Solid State Drives oder optische Datenträger handelt – verwalten und legen Daten stets in einer Organisationsstruktur ab. Dabei helfen Dateisysteme, die es in unterschiedlichen Varianten gibt. Allen ist jedoch gemein, dass sie die Datenbestände nicht nur verwalten, sondern dem jeweiligen Betriebssystem in Form von Metadaten die Größe, den Ablageort und die Datei- sowie Verzeichnisattribute mitteilen.

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