Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 07/2017
© zstockphotos, 123RF

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Binärformat fürs Web

Schicker Neubau

Das Webassembly-Projekt zimmert ein portables Binärformat für Browser mit Fokus auf Größe und Ladezeit. Als Quelle dienen unter anderem C- und C++-Programme, was es ermöglicht, nahezu beliebige Applikationen für das Web zu übersetzen. Die schlüsselfertigen Produkte sind dabei effizient konstruiert.

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Applikationen in den Browser zu verlagern ist wahrlich keine neue Erfindung. Mit Webassembly [2] kündigt sich jedoch ein Format an, das den Desktop und das Web intelligent miteinander verbindet. Eine tragende Rolle spielt dabei das Emscripten-SDK [3]. Es bietet einen LLVM-basierten Compiler [4] an, der C- und C++-Programme in handelsübliches Javascript übersetzt. Diese Möglichkeit soll eine aufwändige Portierung überflüssig machen und so eine einfache Brücke ins Web bauen.

Abbildung 1 verdeutlicht den Zusammenhang zwischen den beteiligten Tools und Toolchains. Sie zeigt auch, dass sich Webassembly nicht auf Anwendungen im Browser beschränkt, sondern auch lokal ausgeführte Programme unterstützt.

Abbildung 1: Verschiedene Tools und Toolchains helfen beim Übersetzen von C und C++ nach Webassembly.

Asm trifft Wasm

Ursprünglich hatten die Emscripten-Entwickler Asm.js [5] als Zielobjekt im Auge. Inzwischen kommt das SDK auch für Webassembly zum Einsatz. Asm.js und Webassembly verfolgen durchaus ähnliche Ideen und Ziele. Einige der Entwickler haben bei beiden Projekten ihre Finger im Spiel. Dennoch hebt sich das Design von Asm.js deutlich von dem von Webassembly ab.

[...]

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