Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 07/2017

Open Stack Summit in Boston

"As a Service"-orientiert

Ocata, die 15. Veröffentlichung von Open Stack, war der Anlass für die Open Stack Foundation, um Entwickler, Partner, Hersteller und Community in Boston zu versammeln. Die Private Cloud as a Service zählte beim Open Stack Summit zu den neuen Trends.

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Jonathan Bryce, Executive Director der Open Stack Foundation, empfing die rund 5000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Heynes Convention Center bei der Auftakt-Keynote zum Open Stack Summit unter anderem mit aufmunternden Zahlen aus der Nutzerbefragung: 44 Prozent mehr Open-Stack-Deployments gab es 2016 im Vergleich zum Vorjahr und die stattliche Zahl von 5 000 000 gemanagten CPU-Cores unter Open Stack.

Kalte Gerüchteküche

Bryce fühlte sich bemüßigt, die Vitalität des Projekts zu belegen, indem er ein Pressezitat aus dem Jahr 2012 präsentierte, das Open Stack – schon damals fälschlicherweise – als so gut wie tot beschreibt. Bryce reagierte damit wohl auch auf Gerüchte, die ein neuerliches Ableben wegen des zuvor verlautbarten Rückzugs von Intel aus der mit Rackspace gepflegten Zusammenarbeit im Open Stack Innovation Center (OSIC) prophezeiten. In einem folgenden Vortrag oblag es dem für Software und Service im Intel Open Source Technology Center zuständigen Intel-Manager Imad Sousou (Abbildung 1), das Engagement und die Investitionsbereitschaft seines Arbeitgebers zu unterstreichen.

Abbildung 1: Intel-Manager Imad Sousou gibt ein Bekenntnis zu Open Stack ab.

Bekenntnisse

Ähnliches war auch bei der Keynote-Adresse von Telekom-Manager Clemens Hardewig zu vernehmen, der auch von deutscher Seite die Investitionsbereitschaft in Open-Stack-Plattform und -Services betonte und die Verbundenheit mit der Community: Zusammen sind wir erfolgreich, ließ er das zahlreich erschienene Auditorium wissen.

Im Gespräch mit dem Linux-Magazin sagte Andreas Falkner, der bei der Open-Stack-basierten Open Telekom Cloud das Produktmanagement verantwortet, dass sich die nun seit einem Jahr am Markt befindliche Cloudlösung der Telekom zwar noch in der Investitionsphase befinde, dass man aber inzwischen rund 300 Kunden gewinnen konnte – in unterschiedlichen Größenordnungen. Die Telekom bezieht die Open-Stack-Entwicklungen von Huawei als Partner, beschäftigt aber laut Falkner rund 50 eigene Mitarbeiter in Produktmanagement und Entwicklung, teils in Deutschland teils am Standort in Ungarn.

Der für seine Open-Stack-Services milliardenschwere Investitionen tätigende und eine Vielzahl von Entwicklern beschäftigende chinesische Konzern Huawei war im Vorfeld bereits vom Open-Stack-Vorstand als neues Platin-Mitglied der Foundation gewählt worden.

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