Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 07/2017
© NejroN, 123RF

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Unterschiedliche Home-Automation-Hardware steuern

Zentral regiert

Home Assistant bringt die wenig kompatiblen Heimautomatisierungs-Lösungen verschiedener Hersteller unter seine Herrschaft und erlaubt es dem Admin, sie zentral zu regieren. Magazin-Autor Gunnar Beutner hat die in Python geschriebene Software in seiner Wohnung getestet und zeigt, wie sie sich schlägt.

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Zwar wollen zahlreiche Hersteller im vergleichsweise neuen Marktsegment der Home-Automation-Systeme mitspielen, doch leider achten die wenigsten darauf, dabei zugleich offene Standards einzusetzen. Von den Konsequenzen können IT-ler seit biblischen Tagen ein Lied singen, dennoch wiederholt sich die Geschichte in schöner Regelmäßigkeit: Viele der vorhandenen Systeme reden nicht miteinander, sie sind inkompatibel.

Home Assistant

An dieser Stelle bringe ich Home Assistant [1] ins Spiel. Dessen Programmierer wollen die verschiedenen Insellösungen mit Hilfe ihrer in Python geschriebenen Open-Source-Anwendung zur Kooperation überreden. Ihre Software unterstützt eine Vielzahl offener Protokolle und Hardwarekomponenten, um alle erdenklichen Möglichkeiten in der Heimautomatisierung abzudecken, dazu gehören beispielsweise:

  • Sensoren auslesen
  • Anwesenheit von Personen erkennen
  • Wetter oder Sonnenstand abfragen
  • Beleuchtung steuern
  • Musik über Mediaplayer abspielen
  • Thermostat für die Heizungen regulieren

Als es mich mit all meinen Habseligkeiten vor wenigen Wochen in die schöne Frankenmetropole Nürnberg zog, entschloss ich mich, Home Assistant auszuprobieren: Die neue Wohnung wollte ich gleich von Anfang an mit Philips-Hue-Lampen, Sonos-WLAN-Lautsprechern und diversen anderen Sensoren ausstatten, um sie dann von Grund auf zu automatisieren. Ein Hauptkriterium war, dass die Technologie im normalen Tagesablauf unsichtbar bleiben und Home Assistant möglichst ganz im Hintergrund agieren sollte.

[...]

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