Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 06/2017
© Sergey Nivens, 123RF

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Zeitreihen-basiertes Monitoring mit Prometheus

Licht ins Dunkel

In der griechischen Mythologie bringt Prometheus den Menschen das Feuer. Die namensgleiche Software für verteiltes Monitoring erleuchtet hingegen den Geist von Admins in Cloud-Native-Umgebungen. Sie liefert auf recht unkomplizierte Weise Metriken der verfügbaren Systeme.

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Wo sich Container-basierte Microservices verbreiten, kommen klassische Monitoring-Tools wie Nagios [1] und Icinga [2] an ihre Grenzen. Sie sind einfach nicht dafür ausgelegt, kurzlebige Objekte wie Container zu überwachen. In Cloud-Native-Umgebungen mausert sich daher Prometheus [3] mit seinem auf Zeitreihen-Daten beruhenden Ansatz zu einem unverzichtbaren Werkzeug. Die Software ist quasi ein Cousin des Container-Orchestrators Kubernetes [4]: Während der von Googles Clustersystem Borg abstammt, wurzelt Prometheus in Borgmon, dem Monitoring-Tool für Borg.

Matt Proud und Julius Volz, zwei ehemalige Site Reliability Engineers (SRE) von Google, starteten das Projekt 2012 bei Soundcloud. Ab 2014 begannen es andere Unternehmen zu nutzen, 2015 veröffentlichten es die Macher mit offizieller Ankündigung [5] als Open-Source-Projekt, obwohl es schon vorher ebenfalls als Open Source auf Github [6] existierte. Heute entwickeln Interessierte Prometheus unter dem Dach der Cloud Native Computing Foundation (CNCF, [7]), neben prominenten Projekten wie Kubernetes, Containerd, Rkt oder GRPC.

Wissen, was abgeht

Dank seiner minimalistischen Architektur und seiner unkomplizierten Installation lässt sich Prometheus einfach ausprobieren. Die Software ist in Go geschrieben, die einfachste Form ihrer Installation beschränkt sich darauf, sie von [8] herunterzuladen, sie auszupacken und zu starten:

[...]

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