Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 06/2017
© sakkmesterke, 123RF

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Kleine Tools für das Performance-Monitoring im Überblick

Leistung messen

Einerseits müssen es nicht immer die großen und komplexen Monitoringsysteme sein, wenn nur ein paar Leistungs-Eckdaten zu bestimmen sind. Andererseits nutzen auch die Großen oft kleine Tools, Spezialisten für schnelle Messungen. Ein Blick in den Werkzeugkasten.

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Spezielle Werkzeuge fürs Performance-Monitoring gibt es viele: Gemeinsam ist ihnen, dass sie auf einen bestimmten Anwendungszweck zugeschnitten sind und sich nicht mit den vielfältigen Aufgaben belasten, die große Monitoring-Suiten neben der Datensammlung noch im Pflichtenheft haben: Alarmierung und Eskalation etwa oder Visualisierung. Dafür folgen diese Tools oft dem Unix-Motto "Ein Kommando für einen Zweck" – hier das Messen eines oder mehrerer Parameter der Systemperformance. Die Weiterverarbeitung der Daten überlassen die Spezialisten dann Dritten.

Sysstat

Das Sysstat-Paket ([1], [2]) ist eine umfangreiche Toolsammlung, die zu allen Linux- und vielen Unix-Derivaten gehört. Es zeichnet sich nicht nur durch seinen Umfang aus, sondern vor allem auch durch die Fähigkeit, über längere Zeit automatisiert Daten sammeln und verdichten zu können. Um das Datensammeln zu aktivieren, braucht es Cronjobs für Root, die regelmäßig die Skripte »sa1« und »sa2« starten. Die steuern die tägliche Datensammlung und erzeugen eine Tageszusammenfassung.

Unter Debian (oder Ubuntu) richtet der Anwender die Jobs am einfachsten mittels »dpkg-reconfigure sysstat« ein, wonach er im Dialog eine entsprechende Frage mit »Yes« beantwortet. Wer die Cronjobs händisch einrichtet, muss zusätzlich in »/etc/default/sysstat« die Variable »ENABLED« auf »true« setzen.

[...]

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