Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 06/2017
© Valentyn Volkov, 123RF

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Konferenz um Kubernetes & Co.

Pod sei Dank

Neben einer Rekordzahl von Keynotes und Besuchern stand bei der Cloud Native Con und Kubecon Europe 2017 unter anderem die Containerverwaltung Kubernetes im Mittelpunkt. Deren Macher kündigten auf der gut besuchten Veranstaltung in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes die neue Version 1.6 an.

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Die 1500 Konferenzbesucher, die sich Ende März auf der Cloud Native Con und Kubecon Europe 2017 [1] drängelten, ließen das Berlin Congress Center aus allen Nähten platzen. Mit dem Ansturm hatten die Veranstalter von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF, [2]) nicht gerechnet. Die Planung für Konferenzen beginne meist recht früh, und zu der vorherigen Konferenz in einem Hotel in Seattle sei noch eine überschaubare Menge an Menschen gekommen.

Rapider Zuwachs

Eine Ursache für den rapiden Besucherzuwachs dürfte sicherlich auch der Zuwachs an Projekten und Mitgliedern sein, die der CNCF in den zwei Jahren seit ihrer Gründung beitraten. Die Zahl schlug sich auch in den Keynotes nieder, von denen sich mehr als 20 auf drei Tage verteilten. Die erste offizielle hielt CNCF-Chef Dan Kohn (Abbildung 1). Als neues Platinum-Mitglied begrüßte er Dell/EMC an Bord der CNCF, auch Hangzhou Harmony-Cloud Technology LTD, Qaware, Solinea, Suse (Gold Member) sowie Tenx-Cloud traten der Foundation bei.

Abbildung 1: Der Chef der CNCF, Dan Kohn, freute sich über die zahlreichen Mitglieder und Projekte unter dem Dach der noch jungen Foundation.

Auch auf der Projektseite wuchs die CNCF im Laufe der Konferenz: Docker und Core OS übergaben der Foundation gemeinsam die Docker-Runtime Containerd und die Container-Engine Rkt. Die Docker-Runtime soll in Zukunft besser mit Kubernetes zusammenspielen, und laut Core-OS-CTO Brandon Philips will auch die Rkt-Engine die Interoperabilität mit der OCI (Open Container Initiative) und Kubernetes ausbauen.

Überhaupt Kubernetes

Die Containerplattform war der eigentliche Star der Veranstaltung [3], ihre Version 1.6 erschien in der Nacht auf den ersten offiziellen Konferenztag. Erstmals übernahm nicht Google, sondern Core OS die Release, aber Aparna Sinha von Google stellte die neue Version vor.

Kubernetes 1.6 erleichtert demnach die Arbeit in Teams und mit verschiedenen Workloads. Controlled Scheduling bestimmt, welche Pods mit welchen Nodes kooperieren. So legen die Macher etwa fest, dass bestimmte Pods nur auf schnellem Speicher laufen (SSDs) oder bestimmte Nodes nur diese und jene Workloads abarbeiten. Dies sei laut Sinha wichtig für Multicluster-Setups, der Code stamme unter anderem von Red Hat, IBM, Huawai und Google selbst.

Die neu eingeführte Role Based Access Control erlaubt es, bestimmte Dienste Teams zuzuordnen. Das demonstrierte die leitende Produktmanagerin von Kubernetes live vor Ort. Team Blau sieht dann nur die für es selbst bestimmten Dienste und Pods, Team Green die für dies bestimmten. Sinha zeigte zudem, wie Admins Speicher dynamisch oder manuell über Yaml-Files allozieren. Dabei genügt es, wenn der Admin die gewünschte Menge an Speicher angibt, Kubernetes kümmert sich um den Rest.

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