Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 05/2017
© Kamil Majda'nski, 123RF

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Betriebssysteme für Cloud und Container

Nachwuchshelden

Im Zeitalter von Container und Cloud verliert das Betriebssystem an Geltung. Fast unverwundbare Rumpfsysteme, die sich nur noch ums Elementare kümmern, kommen da gerade recht und retten den Tag.

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Die Rolle des Betriebssystems in der IT wandelt sich gerade deutlich. In der Prä-Cloud-Ära war das OS die maßgebliche und bestimmende Komponente. Seine Meister, die Systemadministratoren, erfreuten sich einer gewissen Beliebtheit, die alle emotionalen Bandbreiten abdeckte. Der Sysadmin Appreciation Day [1] und die Geschichten vom BOfH (Bastard Operator from Hell, [2]) sind nur zwei Zeugnisse dieser Kultur.

Cloud, Virtualisierung und nicht zuletzt die Container haben das Planetenmodell mit dem Betriebssystem im Zentrum erschüttert und verändert. In ihrem Gefolge entwickelte sich eine Reihe neuer Ansätze. Um einen Teil der Aufgaben kümmert sich dabei die möglichst schlanke und damit sichere Infrastruktur, den Rest übernehmen die darauf aufsetzenden Container. Welche Rolle quelloffene Betriebssysteme in diesem neuen Szenario spielen, beleuchtet dieser Artikel, der an einen vor einiger Zeit erschienenen [3] anschließt.

Mehr oder weniger

Grob vereinfacht bemisst sich der Dienstleistungswert eines Betriebssystems an der mitgelieferten Software, wobei auch der Umkehrschluss möglich ist. Sinken also die Erwartungen an die vorhandene Kernsoftware, muss das Betriebssystem auch weniger Pakete mitbringen. Diesem Prinzip folgen auch die Verschlanker von Linux-Systemen. Im einfachsten Fall reduzieren sie die mitgelieferte Software. Gehen sie die Sache konsequenter an, schauen sie auch genauer auf die verwendeten Prozesse, Prozeduren und andere Designansätze.

[...]

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