Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 04/2017
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Auch auf Deutsch

Neben US-Englisch und UK-Englisch unterstützt Alexa seit Neuestem auch deutsche Kommandos und die zugehörige Sprachausgabe. Hierzu muss die App im »Settings« -Menü »Deutsch« eingestellt und die Skill auf der ersten Seite in der Auswahlbox »Language« die Option »German« selektiert haben.

Dann darf der User in einer Art deutscher Sprache mit Alexa konversieren, die aber wegen der vorgeschriebenen syntaktischen Folge der Kommandos etwas komisch klingt: "Alexa, fragen letzter Schnappschuss nach Ausgabe" und Alexa antwortet auf Deutsch: "01 2017." Es erstaunt, dass Amazon nach Englisch tatsächlich Deutsch als zweite Sprache gewählt hat und nicht etwa Spanisch, das weit häufiger gesprochen wird. Scheinbar ist der deutsche Markt lukrativer.

Skills [6] können mehrere Sprachen unterstützen, der Endpunkt muss dann in der Sprache antworten, in der die Frage gestellt wurde. Falls der Entwickler vergessen hat, der Skill die richtige Sprache beizubringen, geht gar nichts mehr.

Abbildung 11 zeigt, dass Alexa "Frogs that was born on no sucks elvis" verstanden hat, als der Tester eine neu geschaffene bayrische Skill ansprechen wollte, die "servus beinand" sagt. Entsprechend seiner Absicht kommandierte er: "Alexa frage servus beinand nach sag servus."

Abbildung 11: Antwort auf die Ansage: "Alexa, frage servus beinand nach sag servus."

Wer mit Alexa sein Smart Home steuern will, muss nicht so weit in die Tiefen der Programmierung hinabsteigen wie hier ausgeführt, sondern kann gleich am Anfang des Flow unter »Skill Type« statt »Custom Interaction Model« die Option »Smart Home Skill API« anwählen und steigt dann auf einer einfacher zu handhabenden höheren Kommandoebene ein. »Flash Briefing« ist eine weitere Option zum Abspielen vorher eingetüteter Radiosendungen.

Wer statt einer Lambda-Funktion auf Amazons Web Services als Endpunkt lieber einen eigenen Webserver nutzen möchte, muss diesen mit SSL fahren und dann das Zertifikat bei Alexa hinterlegen. Und bevor die Skill in der öffentlichen Liste auf der Alexa-App von Amazon erscheint, behält sich Amazon selbstredend die manuelle Überprüfung und Zertifizierung vor.

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Im Screencast demonstriert Michael Schilli das Beispiel: http://www.linux-magazin.de/Ausgaben/2017/04/plus

Der Autor

Michael Schilli arbeitet als Software Engineer in der San Francisco Bay Area in Kalifornien. In seiner seit 1997 laufenden Kolumne widmet er sich Kurzprojekten in Perl und wechselnden Sprachen. Unter mailto:mschilli@perlmeister.com beantwortet er gerne Fragen.

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