Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 04/2017
© LEE SERENETHOS, 123RF

© LEE SERENETHOS, 123RF

Open Stack Trove für Admins, User und DBAs

Halbautomat

Trove bietet DBaaS für Open Stack. Allerdings erreicht der Service sein Optimum nicht vollautomatisch, gründliche Überlegungen für eine zweckgerichtete Konfiguration muss der Anwender beisteuern.

247

Im Fahrwasser des Cloud Computing und unter Führung von Amazon gehen seit einigen Jahren diverse As-a-Service-Dienste traditionellen IT-Setups an den Kragen. Die Idee dahinter ist simpel: Viele Infrastruktur-Komponenten, etwa Datenbanken, VPNs oder Load Balancer stellen für Unternehmen lediglich ein Mittel zum Zweck dar. Braucht die eigene Webapplikation etwa eine Stelle, an der sie ihre eigenen Metadaten ablegen kann, kommt dafür in der Regel eine Datenbank zum Einsatz.

Das Unternehmen, das die Applikation betreibt, hat aber kein Interesse daran, sich mit Datenbanken tiefgehend zu beschäftigen. Auch eine Datenbank, die nur Mittel zum Zweck ist, verursacht für den Kunden nämlich einigen Aufwand: Ein eigener Server oder zumindest eine eigene VM samt Betriebssystem sind aufzusetzen und zu konfigurieren. Darin ist die Datenbank – in vielen Fällen MySQL – zu installieren. Themen wie Hochverfügbarkeit erhöhen die Komplexität weiter. Dabei würde es genügen, wenn die Datenbank zur Verfügung steht und ein Login sowie eine Adresse bekannt ist, sodass die Applikation sich mit der Datenbank verbinden kann.

Solche Bedürfnisse bedienen die AaS-Dienste, im Beispiel DBaaS. Ihr Vorteil ist, dass sie das Deployment sowie die Wartung der entsprechenden Infrastruktur radikal vereinfachen. Mit DBaaS, so das Versprechen, gehören solche Überlegungen der Vergangenheit an: Der Kunde klickt im Webinterface einfach auf den Knopf für eine neue DB, die kurz darauf fertig konfiguriert verfügbar ist. Redundanz und Monitoring fallen mit aus der Tüte, der Anbieter hat das in entsprechender Vorarbeit sichergestellt.

[...]

Linux-Magazin Online veröffentlicht alle Print-Artikel, die seit 2001 im Linux-Magazin erschienen sind. Damit steht Ihnen ein hochwertig bestücktes Archiv bis hin zu den Beiträgen der aktuellen Ausgabe online zur Verfügung. Die über 3000 Artikel sind größtenteils kostenlos zugänglich, nur für Beiträge (als PDF) der jüngsten zehn Linux-Magazine ist eine kleine Gebühr fällig.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Linux-Magazin kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • DBaaS mit Open Stack

    Praktisch jede moderne Webanwendung braucht eine Datenbank, doch das Setup von MySQL & Co. ist kompliziert. DBaaS verlagert den Dienst in die Cloud und verspricht Datenbanken per Mausklick.

  • Open Stack Juno

    Open Stack will im ganz großen Geschäft mitspielen und muss deshalb liefern. Die neue Version 2014.2 alias Juno räumt auf und leistet Modellpflege – von einer großen Neuerung abgesehen: Ironic, das Baremetal-Deployment-Tool, das wohl auf dem Sprung zur offiziellen Komponente ist.

  • Open Stack als Ersatz

    Auf Brautschau nach einer möglichst ganzheitlichen Alternative zu Amazons As-a-Service-Universum kommt niemand umhin, die Attraktivität von Open Stack zu bemerken. Oder ist das zu hoch gestapelt?

  • Cloudstorage

    Zwar bringt Open Stack mit Swift auch eine eigene Storagekomponente mit, doch wer sich Skalierbarkeit und eine einfache Verwaltung wünscht, kann die Cloudlösung mit Gluster-FS verheiraten.

  • Open Stack Sahara

    Bei Big Data ist Apache Hadoop aktuell der Liebling des Marketings. Doch das Setup einer vollständigen Hadoop-Umgebung ist nicht einfach. Open Stack Sahara verspricht dagegen Hadoop auf Knopfdruck.

comments powered by Disqus

Ausgabe 11/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.