Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 04/2017
©Olga Kolbakowa, 123RF

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MySQL rüstet mit der Group Replication eigene Hochverfügbarkeitslösung nach

Do it yourself

Jüngst hat Oracle mit der Group Replication eine Hochverfügbarkeitslösung für das allgegenwärtige MySQL vorgestellt, die mit wenig Aufwand einsetzbar ist.

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Ein wichtiger Grund für den Erfolg von MySQL [1] war die schon im Jahr 2001 mit der Release 3.23 eingeführte asynchrone Replikation. Sie erlaubt das Aufsetzen von Replika-Instanzen (Slaves), die sich alle Datenänderungen vom Mastersystem holen. Muss MySQL Daten nur lesen, kann dies auf einem Slave passieren, um den Master zu entlasten.

Schnell haben viele diese Replikation auch genutzt, um bei Ausfall eines Master-Servers einen der Slaves zum Master zu befördern. In der Praxis erleiden Anwender hier aber häufig Datenverluste, weil aufgrund der asynchronen Übertragung der Änderungen der Slave noch nicht auf dem aktuellen Stand ist. Rückstände von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten sind möglich.

Seit Version 5.5 lässt sich mit MySQL eine semi-synchrone Replikation aufbauen. Dabei wartet der Master, bis eine Änderung auf einem der Slaves angekommen (nicht aber angewendet) ist. Das geht allerdings zu Lasten des Serverdurchsatzes bei mehreren gleichzeitigen Schreibzugriffen und wird unter anderem deshalb nur selten eingesetzt.

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