Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 04/2017
© katalinks, 123RF

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Echte und gefälschte Datenträger auf Bad Blocks testen

Voll der Fake

Unter den Anbietern billiger Flashspeicher scheint es mehr schwarzer Schafe zu geben als unter den Wirten, denn der erreichbare Füllgrad vieler SD-Karten und USB-Sticks beträgt nur ein Bruchteil des aufgedruckten Wertes. Das Problem: Der Eichstrich ist für viele Käufer nicht erkennbar – es wird Zeit, das zu ändern.

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Jeder Gast, der im Biergarten eine Mass Bier bestellt, würde dem Wirt etwas husten, bekäme er das Glas nur viertelvoll gereicht. Dass der versuchte Betrug im analogen Freiluft-Habitat regelhaft scheitert, ist neben der hohen Motivation der Konsumenten und der körperlichen Verfügbarkeit des Betrügers auch dem Umstand geschuldet, dass der Füllstand eines Maßkrugs auch ohne Spezialequipment gut bestimmbar ist.

Auf vergleichbar günstige Rahmenbedingungen können Onlinekäufer von Flashspeichern leider nicht bauen, und dies obwohl kein Vollrausch ihre Urteilskraft beeinträchtigt. Immer wieder ist zu lesen, dass Käufer von USB-Sticks und Flashkarten im Internet Opfer unseriöser Händler werden. Und tatsächlich ist es nicht schwer, beispielsweise auf Ebay Speicher zu überraschend niedrigen Festpreisen zu finden, bei dem die suggerierte Kapazität nicht stimmt. [1],[2] Um sich abzusichern, machen Verkäufer oft dazu Angaben wie "Der Stick speichert zirka 4 GByte. Daten darüber hinaus könnten verloren gehen".

Dieser Artikel macht es sich zur Aufgabe, mit Tests solche Produktfälschungen auf die Schliche zu kommen. Als Beispiel dienen Speicherkarten vom Typ Samsung Micro-SDXC Pro 128 GByte, Modell MB-MG128, gekauft 2016 über Ebay.de bei zwei Verkäufern. Laut Aufdruck sollen sie bis zu 90 MByte/s beim Lesen und 80 MByte/s beim Schreiben schaffen.

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