Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 03/2017
© Irina Schmidt, 123RF

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Workshop: Der Einstieg in Open Stack – Teil 1

Stapeln lernen

Dass Open Stack in aller Munde ist, bedeutet nicht, dass es überall installiert ist. Die für eigene Anwendungsfälle richtigen Komponenten auszuwählen und das Setup des Stapels erweisen sich als hochkomplex. Mit diesem Artikel startet ein dreiteiliger Workshop, der Admins fit für die Open-Stack-Praxis macht.

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Mit beeindruckender Konsequenz hat Open Stack Konkurrenten marginalisiert – es sei etwa an Eucalyptus oder Cloud Stack erinnert. Die waren technisch zwar oft auf Augenhöhe mit Open Stack, spielen aber heute nur eine untergeordnete Rolle. Während gerade in der Anfangszeit die technische Substanz bei Open Stack die große Aufmerksamkeit kaum rechtfertigte, ist die Lösung besonders in den letzten zwei Jahren allerdings auch technisch merklich gereift: Viele Probleme, die Admins zuvor das Leben schwer machten, sind mittlerweile beseitigt. Bei den halbjährlichen Open-Stack-Konferenzen zeigt sich außerdem, dass eine ganze Reihe großer Unternehmen mittlerweile auf Open Stack setzt und durchaus stolz auf das Erreichte ist.

Die vielleicht größte praktische Herausforderung bei Open Stack bildet dessen Komplexität. Sie ist inhärent: Wenn der Bau einer Cloudumgebung mit etlichen Hunderten oder gar Tausenden Knoten ansteht, greifen die meisten Konzepte nicht mehr, die für konventionelle Rechenzentren existieren. Das betrifft sowohl die Planung der physischen Umgebung – bauliche Gegebenheiten, Racks, Server, Hardware, Netzwerk und Strom – wie auch die Software, die die Kernfunktionalität liefert.

Aus der Komplexität des Konstrukts ergibt sich, dass selbst eingefleischten Admins der Einstieg in Open Stack nicht einfach so gelingt. Bevor es mit Open Stack ernsthaft losgehen kann, steht viel Lernen und Üben auf dem Lehrplan – bis zum ersten Open Stack, das ohnehin nur in virtuellen Maschinen als Testsetup läuft, ist es ein langer Weg.

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