Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2017
© Joerg Hackemann, 123RF

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Software Defined Storage mit Lizard-FS

Schöner speichern

Standardhardware plus geeignete SDS-Software gleich ausfallsicherer, flexibel konfigurierbarer, Posix-konformer Storagepool. Setzt man für die Variable "geeignete SDS-Software" den Gluster-FS-Konkurrenten Lizard-FS ein, dann geht die Gleichung nach den Erkenntnissen aus dem folgenden Artikel restlos auf.

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Storage assoziieren die meisten erfahrenen IT-ler mit großen Appliances, die Software und Hardware eines Herstellers fest miteinander kombinieren. Auf Dauer erweisen sich solche Kästen jedoch als unflexibel, sie skalieren nur in einem vorgegebenen Maß und sind nur mit Mühe zu Lösungen anderer Hersteller migrierbar. Da kommt Software Defined Storage (SDS) wie gerufen: Hier abstrahiert Software die Storagefunktionalität der Hardware.

Verteilte SDS-Dateisysteme schalten durchaus verschiedene herkömmliche Server mit Festplatten oder SSDs zu einem Pool zusammen, wobei jedes System freien Speicher bereitstellt und – je nach Lösung – unterschiedliche Aufgaben übernimmt. Das Skalieren gelingt auf Anhieb, indem der Admin weitere Geräte hinzufügt, Flexibilität ist durch die Unabhängigkeit vom Hardwarehersteller und eine schnelle Reaktion auf wachsende Anforderungen gegeben. Moderne Softwarestorages sorgen dafür, dass Daten ausfallsicher über Servergrenzen hinweg verfügbar bleiben.

Große Auswahl und große Unterschiede

Im Open-Source-Bereich gibt es bereits Lösungen [1] wie Lustre, Gluster-FS, Ceph und Moose-FS (siehe Einführungs- und Benchmark-Artikel). Die sind funktionell nicht identisch, Ceph etwa hat sich spezialisiert auf Object Storage. Besonders gefragt ist das Feature, bei dem ein SDS ein Posix-kompatibles Dateisystem bereitstellt; aus Sicht des Clients verhält sich das verteilte Dateisystem wie ein gewöhnliches lokales.

[...]

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