Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2017
© bowie15, 123RF

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Aus dem Alltag eines Sysadmin: Airsensor

Wie stinkig genau?

Wenn die Luft in einem Raum müffelt, lüftet einer der Anwesenden mal kräftig durch. Für 99 Prozent aller Leute ist das Thema damit erledigt. Das restliche Prozent und Charly wollen es genau wissen und rücken dem Pumakäfig mit USB-Hardware und Linux auf den Pelz.

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Dicke Luft entsteht durch eine Häufung verschiedener Gase, die sich in einem geschlossenen Raum anreichern. Der Klassiker ist Kohlendioxid – stellen Sie sich 16 Personen in einem kleinen, fensterlosen Besprechungsraum vor. Dazu mischen sich flüchtige organische Verbindungen, die die Wissenschaft unter dem Kürzel VOC (Volatile Organic Compounds) zusammenfasst. VOCs sind unter anderem Alkohole, flüchtige Deo-Bestandteile, Aldehyde aus Möbeln, Reinigungsmitteldämpfe, Nikotin, kurz: kohlenstoffbasierte Ausdünstungen aller Art.

Abbildung 1: Welches Ereignis um 6:45 Uhr zu der dramatischen Verschlechterung von Charlys Raumklima geführt hat, steht am Ende des Artikels.

Um VOCs zu erschnüffeln, eignen sich neben menschlichen Nasen auch gegen Übelkeitsanfälle immune Sensoren in Form eines USB-Sticks. Der beispielhaft bei [1] georderte Riechling signalisiert mit einer LED in wechselnder Farbe, wie es um die Raumluft bestellt ist.

Reine-Luft-Nummer

Ein Tool hilft mir, die Messwerte aus dem Stick auszulesen. Bevor ich die Software [2] baue, muss ich die Pakete Libusb-dev und Build-essential installiert haben. Nach dem Entpacken der Zip-Datei – etwa nach »/usr/local/« – wechsle ich in das Verzeichnis »usb-sensors-linux/trunk/airsensor/« . Dort kompiliert

[...]

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