Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2017
© byrdyak, 123RF

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Grafische Desktop-Frontends für KVM und Qemu

Geordnete Wildnis

Wer auf seinem Desktop einen Wildpark mit exotischen KVM-Gastsystemen hegen und pflegen möchte, verwaltet ihn am besten mit Hilfe grafischer Frontends – sie erleichtern es, die performanten und Kernel-nahen virtuellen Maschinen zu päppeln. Die Bitparade schaut den Helfersystemen auf die Finger.

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Virtuelle Arbeitsumgebungen nutzen das Leistungsspektrum moderner Multicore-Prozessoren aus, indem sie komplette Betriebssysteme und deren Dienste effizient virtualisieren. Das vereinfacht Tests und Entwicklung enorm. Neben externer und teils proprietärer Virtualisierungssoftware von Oracle (Virtualbox, [1]) oder VMware (VMware Workstation, [2]) bietet sich die in den Kernel integrierte Lösung KVM (Kernel-based Virtual Machine, [3]) an. Das entsprechende Kernelmodul gibt es seit Linux 2.6.20, der amerikanische Linux-Distributor Red Hat pflegt es seit 2008.

Im Vergleich zu den oben genannten externen Lösungen von Oracle und VMware besteht der Vorteil von KVM in der hohen Ausführungsgeschwindigkeit und der damit einhergehenden Ressourcen-schonenden Arbeitsweise. Als Nachteil empfinden manche Anwender die etwas aufwändige Konfiguration der Kernel-based Virtual Machine und das Einbinden virtueller Maschinen über Kommandozeilentools wie Virsh [4].

Für Rechencluster und Server, die mehrere virtuelle Gäste verwalten und sich nicht auf einzelne Maschinen beschränken, gibt es einige grafische Tools, um die Administrationskosten zu senken. Zu nennen sind hier O-Virt [5] und Proxmox VE [6]. Als GUI dient häufig ein Webinterface, das Admins oft nur mit etwas Aufwand einrichten. Für einfache virtuelle Desktopumgebungen hieße das, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

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