Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 10/2016
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Darknet im Visier

Ein weiterer Vorschlag von de Maizière betrifft den Einsatz im so genannten Darknet: "Auch operativ werden wir uns mit spezialisierten verdeckten Ermittlern (Cyber-Ermittler) besser aufstellen, um im Darknet gezielt etwa illegalen Waffenhandel oder Kommunikation zwischen Terroristen aufzuklären."

Das deutsche Bundeskriminalamt ist bereits im Juli bei der Vorstellung der Bundeslagebilder "Cybercrime" [7] zu dem Schluss gekommen, dass die illegalen Foren oder Marktplätze der digitalen Underground Economy eine zunehmend zentrale Rolle bei der Begehung von Straftaten im Bereich Cybercrime spielen (Abbildung 1). Laut Lagebild des BKA werden "insbesondere im Darknet kriminelle Marktplätze betrieben, auf denen illegale Waren erworben werden können. Die Angebote umfassen unter anderem Drogen, Waffen, Falschgeld, gefälschte Ausweise, gestohlene Kreditkartendaten oder gefälschte Markenartikel."

Abbildung 1: Cybercrime-Straftaten im Jahr 2015.

Der Chaos Computer Club (CCC) warnt davor, das Darknet einseitig als Tummelplatz von Kriminellen zu betrachten. Das Bedrohungsszenario, das von deutschen Behörden gezeichnet werde, sei nicht sehr realistisch, sagte Linus Neumann [8] vom CCC der Deutschen Presse Agentur, und das Darknet sei ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation für Verfolgte dieser Welt.

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