Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 04/2016
© Wee hong Soon, 123RF

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Cloudperformance optimieren

Die Tricks der Tuner

Performance spielt bei öffentlichen Clouds eine wichtige Rolle: Sowohl die Anbieter als auch ihre Kunden wollen die Schnellsten sein. Wie sie ihre Setups dafür frisieren müssen, verrät dieser Artikel.

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Public Clouds buhlen vielerorts um die Gunst der Nutzer – und deren Anforderungen sind hoch. An erster Stelle steht Performance: Wer etwa eine Webplattform in der Cloud betreibt, will hohen Durchsatz und geringe Latenzen. Doch das Thema Performance in der Cloud ist zweischneidig: Bietet der Anbieter nicht die passende Infrastruktur, sind alle Optimierungsbemühungen vergeblich. Und umgekehrt: Ist das Setup zu langsam, bringt auch die schnellste Infrastruktur nur wenig.

Für ihr gemeinsames Ziel arbeiten der Anbieter einer Cloudplattform und sein Kunde also im besten Fall Hand in Hand. Zunächst eruiert der Anbieter, welche Performance seine Plattform zu liefern in der Lage ist, wenn er Hardware und Software ausreizt. Auf dieser Grundlage sucht im Anschluss sein Kunde nach möglichen Engpässen in seinem Deployment und beseitigt sie. Der folgende Artikel verrät, was Anbieter und Kunden jeweils tun können, um eine performante Lösung zu erreichen.

Open Stack als Beispiel

Die folgenden Beispiele gehen von Open Stack als Cloudumgebung aus. Einerseits basieren viele Clouds auf dieser freien Software, weshalb die Tipps sowohl für die Admins als auch für die Nutzer solcher Umgebungen hilfreich-sind, und andererseits lassen sich die Vorschläge und Tipps recht leicht auch auf andere Umgebungen übertragen. Denn beim Design ähneln sich die meisten Cloudansätze sehr. Im zweiten Teil des Artikels geht es dann um große Anbieter von Public Clouds wie Amazon.

Durchsatz und Latenz

Der Begriff Performance hat zwei Dimensionen: Einerseits gibt der Durchsatz darüber Auskunft, wie viele Daten sich innerhalb eines Zeitraums von A nach B transferieren lassen. Durchsatz als Performance-Dimension ist im Wesentlichen dort von Interesse, wo große Datenmengen zu übertragen sind.

Andererseits gibt es die Latenz. Bei ihr ist die spannende Frage nicht, wie viele Daten innerhalb eines Zeitraums fließen, sondern wie lange ein einzelnes Stück Information braucht, um von der Quelle zum Ziel zu gelangen. Folgt man der reinen Lehre, haben beide Dimensionen wenig miteinander zu tun.

Die Erfahrung gestandener Sysadmins zeigt, dass sich Durchsatz deutlich einfacher tunen lässt als Latenz. Denn die Latenz kann an physische Grenzen stoßen, die sich nicht ohne Weiteres umgehen lassen – etwa die inhärente Latenz von Ethernet, die zu unterbieten nicht möglich ist. Gerade diese Latenz stört die Nutzer häufig mehr als ein mäßiger Durchsatz.

Clouds bieten meist zwei unterschiedliche Dienstleistungen an: Virtuelle Maschinen für den Computing-Teil und Object Storage als On-Demand-Speicher. Der Faktor Durchsatz ist in beiden Szenarien wichtig, die Messmethoden sind jedoch andere. Bei den VMs liegt der Fokus auf der Netzwerkperformance, bei den Object Storages hängt die Performance stark von der benutzten Technologie ab.

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