Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 09/2015
© nattapon wongwean, 123RF

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Top Ten der Eclipse-Plugins

Heiße Begleiter

Damit Projekte funktionieren, sollten Entwickler sich auf einen festen Satz von Erweiterungen einigen. Das Linux-Magazin stellt zehn Plugins für Java-EE-Projekte vor, die zum Pflichtprogramm gehören.

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Weil Eclipse viele Einstellungs- und Erweiterungsmöglichkeiten bietet, gleicht keine Installation der anderen. Projektarbeit bedeutet aber Gemeinsamkeiten festzulegen, besonders in Sachen Tools. Die vorgestellten Plugins dienen diesem kollaborativen Gedanken und haben sich im Projektkontext einen Hitparadenplatz verdient. Die Auswahl dient auch als Starthilfe für den Einstieg in Eclipse. Zusätzliche Erweiterungen, über 2000, finden sich zwar im Eclipse-Marktplatz [1], doch trotz komfortabler Suche ist es oft Glückssache, passende Plugins zu finden. Hier hilft die Auswahl (Abbildung 1) des Artikels weiter.

Abbildung 1: Die Parade der Eclipse-Plugins.

Birt

Das Birt-Projekt ist schon seit 2004 im Plugin-Pool dabei. Das Berichterstellungs-Werkzeug Birt (Business Intelligence and Reporting Tools, [2]), stammt von der Firma Actuate. Als die vor der Entscheidung stand, eine neue Generation von Berichtwerkzeugen zu entwickeln, stellte sie Birt von Anfang an unter das Eclipse-Dach.

Birt lässt sich praktischerweise als Stand-alone-Version betreiben oder als Plugin zu einer bestehenden Eclipse-Installation hinzufügen. Da es bisher an jeder Release teilgenommen hat, steht Version 4.5 auch für die Mars-Version von Eclipse parat. Birt besteht aus zwei Hauptkomponenten und ihren zugehörigen Engines: den Designern für Berichte und Diagramme. Diese erzeugen Berichte in den unterschiedlichen Formaten.

Bevor der Benutzer Daten aus einer Datenbank einem Bericht zuordnet, muss er im Datenexplorer eine Datenquelle mit einer Datenbankverbindung wählen, dann ein Dataset mit einer Datenbankabfrage erstellen und die Spalten der Abfrage auf dem zuvor erstellten Bericht platzieren.

Mit dem Menü-Eintrag »Run Report« öffnet sich der erste Bericht mit Daten im Browser über den Report Viewer. Von dort lässt sich der Bericht in unterschiedlichen Ausgabeformaten (Abbildung 2) ausgeben. Am einfachsten startet der Benutzer bei den Beispieldaten für klassische Automodelle und Oldtimer.

Abbildung 2: Birt-Reports lassen sich im Design anpassen.

Das Plugin bietet umfangreiche Funktionen und eine gute Dokumentation mit Beispielen samt Tutorials unter http://www.eclipse.org/birt/demos/ an. Beides ist hilfreich. Die Berichte lassen sich mit etwas Java-Programmierkenntnissen einfach in eigene Programme einbinden oder in den kommerziellen Actuate-Serverprodukten verwenden.

Anyedit – Textkonverter

Das preisgekrönte Plugin Anyedit [3] fügt dem Kontextmenü einige nützliche Textkonvertierungs-Funktionen hinzu. So lassen sich Whitespaces anzeigen, Tabs in Leerzeichen umwandeln und Texte in einer Datei alphabetisch sortieren. Außerdem erleichtert es das Arbeiten mit Workingsets und kann diese zwischen Eclipse-Workspaces exportieren und wieder importieren.

Im Kontextmenü der Konsole lassen sich dort referenzierte Dateien direkt öffnen. Das sind alles Funktionen, deren Ausführung sonst externe Editoren und Werkzeuge außerhalb von Eclipse bedingt. Mit Anyedit muss man Eclipse nicht mehr verlassen und hat die erweiterten Textkonvertierungs- und Editier-Funktionen bequem parat (Abbildung 3).

Abbildung 3: Bei Anyedit lassen sich Konvertierungseinstellungen ändern.

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