Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 06/2015
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Mehr Treiber für Cinder

Der Dienst für persistente Volumes, Cinder, wandelt auf Novas Spuren und nimmt ebenfalls eine Umwandlung hin zu Objekten in Angriff. Demnach soll in Zukunft jedes Cinder-Volume über einen ähnlichen Zwischenlayer angesprochen werden, wie es für Instanzen bei Nova jetzt schon der Fall ist.

Die Gründe sind identisch und zum Teil schauen sich die Devs von Cinder auch Details bei Nova ab. Für Admins deutlich interessanter dürfte indes die Tatsache sein, dass Cinder mehrere neue Treiber bekommt – und ein neues Treiberinterface: Die ABC-Python-Bibliothek dient hierfür als Basis. Erste Treiber sind bereits auf das neue ABC-Interface portiert, etwa der für Ceph zuständige »rbd« -Treiber. Die anderen dürften im Rahmen des Liberty-Releasezyklus folgen.

Neue Treiber und Treiber-Erweiterungen stehen für HP 3Par, Storpool oder Open Vstorage zur Verfügung. Massiv ausgebaut haben die Cinder-Entwickler auch ihre I-SCSI-Implementation. Der Netapp-Treiber beherrscht in Kilo zudem offiziell Unterstützung für Fibrechannel.

Das Billing als ewige Baustelle

Wer Open Stack produktiv einsetzt, wird seinen Kunden vermutlich etwas für die erbrachte Dienstleistung berechnen wollen. Dafür ist ein zuverlässiges und leistungsstarkes Billing-Modul unumgänglich. Genau das fehlt allerdings bei Open Stack seit Jahren. Spätestens seit Julien Danjou als erster Autor von Ceilometer letztes Jahr quasi öffentlich Abbitte [4] leistete, sieht es so aus, als begebe sich Ceilometer auf den richtigen Weg.

So viel gleich vorweg: An der Ceilometer-Architektur ändert sich auch in der neuen Version Kilo nicht viel. Die flächendeckende Einführung von Gnocchi als Time-based-Datenbank lässt weiter auf sich warten. Wer nicht warten will, der sollte sich die Konkurrenzprojekte Stachtach [5] oder Monasca [6] genauer ansehen, die zumindest zum Teil die benötigten Features bieten.

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