Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 06/2015
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Nova: Als Objekt behandelt

Der Computing-Dienst Nova bietet in Kilo mehrere neue Funktionen. Zunächst haben die Entwickler unter der Haube viel geschraubt und so die Konvertierung hin zu Datenbankobjekten vorangetrieben. Gemeint ist das Datenmodell, das Nova für seine eigene Datenbank nutzt. Frühere Nova-Versionen haben per SQL-Alchemy direkt einzelne Einträge in die Datenbank geschrieben.

Allerdings ist es innerhalb eines großen Computing-Framework mit Dutzenden Servern sehr schwer, diese Schreibvorgänge ordentlich zu koordinieren. Schon in der Havana-Version von Open Stack (2014) hat die Konvertierung hin zu Objekten begonnen. Seither betrachtet Nova etwa Instanzen als Objekte, die es direkt in der Datenbank ändern kann, aber eben auch per RPC-Aufruf quer durch die gesamte Wolke. De facto zieht das Layer-Modell also eine Abstraktionsschicht ein, die bis jetzt allerdings nicht alle Nova-Komponenten genutzt haben.

Kilo bringt einen Schwung von Updates für die Objekt-Funktion und sorgt nebenbei im Handstreich dafür, dass etwa Updates von Nova leichter werden. Denn dank der Abstraktionsschicht hängen zunehmend weniger Nova-Komponenten davon ab, dass sich das Datenbankschema von Nova von einer zur nächsten Version nicht ändert.

Frischzellenkur

In Kilo haben die Open-Stack-Entwickler endlich auch damit begonnen, die Zellenerweiterung von Nova aufzubohren. Unter Cells verstehen die Nova-Entwickler autonome Computing-Einheiten, die über eine zentrale Stelle miteinander verbunden sind. Bisher war es Nova nicht möglich, in den einzelnen Zellen lokale Datenbanken und RPC-Dienste zu verwenden. Gerade das kann jedoch zum Nadelöhr werden, wenn die einzelnen Zellen nicht in direkter Netzwerknähe zueinander stehen. Die Zellen 2.0 in Kilo beheben dieses Problem, so sollen Zellen besser nutzbar sein.

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