Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 04/2015
© Markus Feilner, CC-BY-SA 4.0

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Der Open-Stack-Markt im Überblick

Stapelweise

Open Stack ist der Darling der Cloudszene, seit vier Jahren ist der Enthusiasmus ungebrochen. Dabei ist der Begriff Open Stack weit gefächert, vom Enterprise-Produkt bis zum Eigenbau-Stapel oder einzelnen Komponenten sowie in Private, Public oder Hosted Clouds.

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Die Anfänge von Open Stack [1] können inzwischen fast die Spatzen von den Dächern pfeifen. Der Hoster Rackspace [2] und die US-amerikanische Raumfahrt-Organisation NASA [3] hatten die Idee, eine quelloffene IaaS-Plattform [4] zu entwickeln.

Von Austin nach Folsom

Ursprünglich zwei getrennte Initiativen, erfuhren einige der involvierten Leute vom jeweils anderen Projekt und alle taten sich zusammen. Im Oktober 2010 erblickt mit Austin ([5], die Heimatstadt von Rackspace) die ersten Version von Open Stack das Licht der Welt.

Seitdem erscheinen zwei Open-Stack-Ausgaben jährlich, immer auf einem der Open-Stack-Summits wird der Name der nächsten Variante beschlossen, der auch stets etwas mit dem Tagungsort des entsprechenden Summits zu tun haben muss – so bezieht sich "Kilo" auf das in Paris vorgehaltene Einheits-Kilo.

In den letzten vier Jahren ist viel passiert, das Projekt ist enorm gewachsen. Die Mitglieder und Unterstützer kommen aus unterschiedlichsten Bereichen: natürlich die bekannten Linux-Distributoren, aber auch Firmen der Telekommunikation oder Dienstleistungen jeder Art ([6] bis [10]). Die aktuelle Open-Stack-Release hört auf den Namen Juno, in wenigen Wochen ist Kilo zu erwarten (Tabelle 1). Die Anzahl der Komponenten ist von anfänglich zwei auf aktuell elf angewachsen, und die nächsten stehen schon in der Warteschlange.

Tabelle 1

Open-Stack-Releases und Erscheinungsdatum

Version

Codename

Veröffentlichungszeitpunkt

2010.1

Austin

Oktober 2010

2011.1

Bexar

Februar 2011

2011.2

Cactus

April 2011

2011.3

Diablo

September 2011

2012.1

Essex

April 2012

2012.2

Folsom

September 2012

2013.1

Grizzly

April 2013

2013.2

Havana

Oktober 2013

2014.1

Icehouse

April 2014

2014.2

Juno

Oktober 2014

2015.1

Kilo

April 2015

Open Stack ist mittlerweile omnipräsent im Open-Source-Cloudbereich und repräsentiert für verschiedene Leute bisweilen sehr unterschiedliche Dinge. Ganz grob lassen sich folgende Kategorien zuordnen: Projekt, Organisation, Technologie und Produkt beziehungsweise Distribution. Firmen wie Red Hat, Suse oder HP sind dabei mehrfach vertreten – doch dazu später mehr.

Foundation, Mitglieder und Sponsoren

Das Projekt Open Stack ist das Fundament und logischerweise von Anfang an dabei. Das Interesse und Wachstum war schon in den ersten Jahren so groß, dass eine separate Verwaltungsorganisation nötig war. Seit 2012 leitet darum die Open Stack Foundation [11] die Geschicke dieses Open-Source-Projekts. Firmen und Einzelpersonen können Mitglied werden oder als Sponsoren auftreten. Für Ersteres stehen mehrere Kategorien zur Auswahl: Die kleinste Variante ist beitragsfrei, erlaubt aber die Teilnahme an Wahlen, passiv und aktiv.

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