Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 01/2015
© Ron Zmiri, 123RF

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Linux-Magazin-Leser zeigen ihre Projekte mit dem Raspberry Pi

Zwergenparade

"Melden Sie sich, wenn Sie ein interessantes Raspberry-Pi-Projekt vorstellen möchten!" – so fischte die Online-Redaktion nach spannenden Ideen und erhielt etliche Einsendungen von Lesern und Besuchern im Internet. Die besten Ideen stellt dieser Artikel vor.

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Einerseits scheinen die Möglichkeiten beinahe unerschöpflich, andererseits realisieren viele Raspberry-Pi-Bastler aber auch Projekte, die genauso auf einem richtigen Desktopsystem funktionieren würden. In diesem Fall haben die Redaktion aber solche Vorhaben am meisten interessiert, die dem Computerzwerg auf den Leib geschrieben sind.

RPI Demobox

Als einer der ersten Einsender stellte das Linux Professional Institute (LPI) seine RPI Demobox vor (Abbildung 1, [1]). Ihr Schöpfer Dimitrios Bogiatzoules, Beisitzer im Vorstand des LPI e.V. und Vertreter der Community, sagt dazu: "Der LPI e.V. unterstützt Training und Qualifikation für freie Software, ganz besonders Linux. Der Raspberry Pi arbeitet normalerweise unter einer Linux-Distribution und wurde mit dem Ziel entwickelt, eine kostengünstige Alternative für die Lehre im Fach Computerwissenschaft zu bieten. Deshalb ist es für uns die optimale Plattform, die wir in allen Lernumgebungen fördern."

Abbildung 1: Die RPI Demobox des Linux Professional Institute.

Wildcam Pi

Dennis Jagusch stellte dem Linux-Magazin seine Wildcam Pi vor. Er schreibt: "Das Projekt [2] beinhaltet, den Raspberry Pi als Webcamserver ohne stationären Strom- und Internetanschluss zu verwenden. Die Stromversorgung habe ich mit einer Powerbank (das ist ein großer Akku mit USB-Anschluss) realisiert. Dank der geringen Stromaufnahme des Raspberry Pi lassen sich dadurch relativ lange Betriebszeiten erreichen, je nachdem, über wie viel Milliamperestunden die Powerbank verfügt.

Ich betreibe den Webcamserver mit einer Powerbank mit 22400 mAh, wodurch eine Laufzeit von über zwölf Stunden möglich ist. Um den Webcamserver ins Internet zu bringen, verwende ich einen UMTS-Surfstick mit einer SIM-Karte und einer entsprechenden Internet-Flatrate."

Alle Komponenten des Webcamservers (den Raspberry Pi, die Powerbank, den Surfstick sowie die Webcam) hat Jagusch in einer präparierten Weinkiste eingebaut (Abbildung 2). Um die Bilder zu schießen, verwendet er eine spezielle Bibliothek namens »fswebcam« [3]. Die ermöglicht es, intervallgesteuert Bilder aufzunehmen und die Parametern zu konfigurieren, etwa Bildqualität, Kontrast und Farben.

Abbildung 2: Die automatische Wild-Kamera auf Raspi-Basis, eingebaut in einer Weinkiste.

Dennis Jagusch hat ein Shell-Skript programmiert, das alle 10 Sekunden ein Bild anfertigt und es anschließend auf einen FTP-Server hochlädt [4]. Damit man sich die Bilder angucken kann, hat er ein Webinterface entwickelt, das per Ajax die neuesten Bilder lädt und anzeigt.

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