Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 12/2014
© foodandmore, 123RF

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NAS-Geräte und alternative Firmware

Besondere Füllung

Betreiber einer Home-Cloud haben die Wahl zwischen Standard-Linuxen, Spezialdistributionen und dedizierten NAS-Geräten. Die einzelnen Rezepte sind zum Teil reine Geschmackssache, sorgen andernteils aber auf Dauer für Magengrummeln.

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Überhaupt keinen Einschränkungen unterwirft sich der Admin, wenn er einen Linux-basierten Fileserver als Herzstück seiner Heimcloud ins Rack schraubt. Er hat auf alle Zeit die Controlle über Hard- und Software-Ausstattung. Wenn nötig, führt er das Gebilde sogar als HA-Setup aus. Als Distribution nimmt der Admin der Einfachheit halber eine, in der er sich gut auskennt.

Linux sei Dank

Welchen Dienst neben dem Speichern der Unternehmensdaten seine Cloud auch immer anbieten oder besitzen soll – Groupware, Bittorrent, CMS, ERP, Videostreaming, spezielle Protokollwandler für Smartphones, Verschlüsselung, maßgeschneidertes Monitoring, automatische Backups, Agenten aller Art, … – der Linux-Befähigte braucht die zugehörige Software nur installieren und nach gusto einzurichten.

Wer sich für einen solchen Fileserver entscheidet, muss sich jedoch mit dem nenneswerten Stromverbrauch und den Aufwänden für die laufende Softwarepflege und die Userverwaltung abfinden. Der administrative Aufwand lässt sich (unter Einbußen bei der Flexibilität) senken, wenn man keine Standard-Serverdistribution benutzt, sondern eine auf Storagedienste spezialisierte. Die belästigt den Administrator im Alltag nicht mit dem für alle Universal-Betriebssysteme typischen Klein-Klein, sondern bereitet ihm auf einem GUI genau die fürs Einsatzgebiet relevanten Informationen und Aufgaben auf.

Solche Distributionen sind Free NAS [1], Openfiler [2] oder Nexenta Stor [3], um nur einige zu nennen. Die Protokolle wie CIFS, Webdav, FTP, NFS und AFP halten sie betriebsfertig vor, im Storagebackend auch User- und Gruppen-Quotas, I-SCSI-Support und Snapshots, ergänzt um LDAP, Active Directory, NIS, verschlüsselte Samba-Passwörter und vielem mehr, dass Linux oder BSD bieten.

Dedizierte NAS-Geräte

Strom sparend (ARM-Architektur oder Intel-Atom-CPUs), leicht administrierbar, kompakter und genau auf den Anwendungsfall zugeschnitten sind dedizierte NAS-Geräte. Die neueren Generationen machen es durch ein App-Konzept leicht, eine Vielzahl von Web- und Cloud-Anwendungen per Klick nachzurüsten. Der erste Artikel in diesem Schwerpunkt hat sich einige typische Vertreter dieser Produktgattung vorgenommen.

Technisch betrachtet sind das alles Appliances (engl. für Vorrichtungen), die eine Computer-Hardware und eine speziell auf diese optimierte Software kombinieren. Die meisten Appliances sind konzeptionell einem Embeddedgerät viel ähnlicher als einem normalen x64-Server.

Die Hersteller verwenden zum Produktlaunch eine Menge Mühe und Geld darauf, den Geräten trotz begrenzten Hardware-Ressourcen einen guten Datendurchsatz zu verleihen. Auch die Firmware ist geeignet, dem Produkt am Markt zu Chancen zu verhelfen.

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