Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 09/2014
© mishoo, 123RF

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Die neue Open-Attic-Version 1.1

Dachausbau

Knapp ein Jahr nach der ersten Release des Storage-Managers Open Attic folgt Version 1.1. Was sich vorsichtig renovierend als Maintenance-Release vorstellt, entpuppt sich im Test als Feature-reicher Neubau.

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Das deutsche Unternehmen IT-Novum sorgte 2013 für viel Furore, als es eine Software ankündigte, mit der praktisch jedermann vielseitigen Storage verwalten kann: Open Attic [1]. Schon die erste Version 1.0 [2] dokumentierte sichtbar, dass der Hersteller sehr wohl verstanden hat, was das Hauptproblem vieler Storage-Admins ausmacht – die Konfiguration. Doch hatte die Erstausgabe noch viele Ecken und Kanten aufzuweisen, die IT-Novum jetzt korrigieren will.

Zwar war Version 1.1 als Download bereits zur Cebit im März 2014 fertig, eine passende Dokumentation lieferte das Unternehmen allerdings in der aktuellen Form erst im Juli nach.

Tiefgestapelt im Dachboden

IT-Novum selbst stapelt eher tief – das ist daran zu erkennen, dass die neue Open-Attic-Version die 1.1 trägt und nicht etwa die Nummer 2.0, die sie vielleicht auch verdient hätte. Die Beweggründe dafür bleiben vorerst das Geheimnis des Herstellers – vielleicht ist der banale Grund der, dass es seit Open Attic 1.0 und vor 1.1 nur eher Mini-Bugfix-Releases gegeben hatte. Eine 2.0 in direkter Folge der Version 1.0 hätte vielleicht zu einer schiefen Optik geführt.

Deutlich mehr als eine 1.1

Fakt bleibt, dass Open Attic 1.1 deutlich mehr ist als eine Weiterentwicklung der ersten Version, haben doch hier viele Features Einzug gehalten, die den Dachboden für eine Reihe von Unternehmen überhaupt erst interessant und attraktiv machen. Dieser Artikel klopft die neue Ausgabe auf neue Funktionen ab und zeigt, welche Probleme der Vorgängerversion die Entwickler beseitigt haben.

Beim letzten Test lag der Hauptgrund dafür, über Open Attic 1.0 zu schimpfen, vor allem darin, dass die Installation alles andere als Enterprise-tauglich war. Genau auf diesen Markt zielt aber Open Attic ab. Doch IT-Novum hatte Anspruch und Wirklichkeit mehr schlecht als recht unter einen Hut gebracht.

Mit Open Attic 1.1 bekommen die Entwickler das zum größten Teil in den Griff, verglichen mit dem Vorgänger präsentiert sich die neue Version gut vorbereitet: Pakete im ».deb« -Format stehen für Debian Wheezy und Ubuntu 12.04 zur Verfügung und lassen sich über einen eigenen »Apt« -Eintrag aktivieren und installieren (Abbildungen 1 und 2).

Abbildung 1: Wahlmöglichkeit: Wer die Open-Attic-ISOs verwendet, hat die Wahl zwischen grafischem und Text-Installer.
Abbildung 2: Gut zu erkennen ist die Tatsache, dass Open Attic den Installer modifiziert und das eigene Logo eingebaut hat.

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