Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 08/2013
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Chrome kann's auch

Die Beispielanwendung für Firefox lässt sich mit wenig Aufwand auf den Google-Browser Chrome übertragen. Dazu ändert der Programmierer in den Beispielen das Hersteller-Präfix »moz« in »webkit« . Die betroffen Ausdrücke lassen sich aber auch in Funktionen auslagern, die für jeden Browser die passende Funktion inklusive Hersteller-Präfix aufrufen. Zu beachten ist: Die Beispiele funktionieren in Chrome nur beim Aufruf über das HTTP-Protokoll, etwa »http://localhost:6655/mediastream.html« .

Mit Web RTC lassen sich auch mehrere Browser verbinden. Der Topologie der Peer-to-Peer-Verbindungen sind keine Grenzen gesetzt, jedoch kommt ein Rechner beim Abspielen mehrerer Medienströme rasch an seine Grenzen. Web RTC bringt die Echtzeitkommunikation nativ in den Browser. Zwei Browser bauen dazu eine Peer-to-Peer-Verbindung über das Internet auf, und das auch durch eine NAT oder eine Firewall hindurch. Web RTC bietet mit dem Data-Channel nicht nur den bidirektionalen Austausch von Anwendungsdaten, sondern überträgt auch Medienströme.

Die direkte Verbindung der Browser spart Zeit und Datenverkehr. Damit eröffnet sie dem Webentwickler Möglichkeiten für viele neue HTML-5-Anwendungen, beispielsweise Videochats oder verteilte Anwendungen wie etwa ein vernetztes Memoryspiel. (mhu)

Infos

  1. Web RTC: http://www.webrtc.org
  2. Rtcweb Status Pages: http://tools.ietf.org/wg/rtcweb/draft-ietf-rtcweb-overview/
  3. Web RTC 1.0 W3C Editor's Draft: http://dev.w3.org/2011/webrtc/editor/webrtc.html
  4. Web RTC MWC Phone Demo: http://www.youtube.com/watch?v=rWPZZeXK6g4
  5. UC-RTC: http://html5labs.interoperabilitybridges.com/cu-rtc-web/cu-rtc-web.htm
  6. ICE (Interactive Connectivity Establishment): http://en.wikipedia.org/wiki/Interactive_Connectivity_Establishment
  7. STUN (Session Traversal Utilities for NAT): http://en.wikipedia.org/wiki/STUN
  8. TURN (Traversal Using Relays around NAT): http://en.wikipedia.org/wiki/Traversal_Using_Relays_around_NAT
  9. »getUserMedia()« : http://dev.w3.org/2011/webrtc/editor/getusermedia.html
  10. SDP-Format (Session Description Protocol: http://tools.ietf.org/html/rfc2327
  11. Andreas Möller, "Schneller knoten: Eigene Anwendungen mit Node.js und Redis programmieren": Linux-Magazin 05/13, S. 84
  12. Listings zum Artikel: http://www.linux-magazin.de/static/listings/magazin/2013/08/web-rtc

Der Autor

Dipl.-Phys. Andreas Möller http://pamoller.com beschäftigt sich seit 2001 mit der Entwicklung Internet-basierter Software. Dazu zählen Datenbank- und Webanwendungen sowie Arbeiten auf dem Gebiet des Single Source Publishing. Zurzeit ist er als Berater und freier Autor tätig.

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