Open Source im professionellen Einsatz

© Nailia Schwarz, 123RF.com

Aus dem Alltag eines Sysadmin: Snoopy

Auf den Hund gekommen

Manchmal möchte Kolumnist Charly wissen, was er wann auf einem Server Geniales getan hat. Eine unfehlbare Gedächtnisstütze zu finden? Peanuts!

Bei der Arbeit plagen mich manchmal Erinnerungslücken: Wie hieß das schicke Tool, mit dem ich die LEDs an einer bestimmten Netzwerkkarte habe blinken lassen, um sie im Serverschrank finden zu können? Oder: Wie hatte ich damals alle Dateien in einem Verzeichnis, die älter als sieben Tage waren, gelöscht? Die Antwort auf all diese Fragen kennt die Bash-History, aber die ist gemäß Murphys Gesetz immer zu kurz. Außerdem quält die Unsicherheit: Auf welchem Server hat das Ganze stattgefunden?

Eine mögliche Lösung ist Snoopy. Die kleine Bibliothek mit dem Hundenamen wickelt sich als Wrapper um »execve()« und wacht immer dann auf, wenn der Rechner ein Kommando ausführt. Viele Distributionen haben Snoopy im Zwinger, ansonsten hilft Github unter [1] weiter. Damit Snoopy gleich beim Systemstart aktiv wird, ist ein Eintrag in »/etc/ld.so.preload« notwendig. Hier füge ich die folgende Zeile hinzu: »/Pfad/snoopy.so« . Pfad ist in der Regel »lib« . Wenn ich Snoopy selbst kompiliere, liegt die Bibliothek auch gern unter »/usr/local/lib/« oder ähnlich.

Snoopy selbst zu kompilieren besitzt einen Vorteil: Ich kann vorher in den Quellen die Headerdatei »snoopy.h« editieren. Setze ich dort

[...]

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