Libre Office 4.0 im Test
Nun geht's rund
Libre Office nullt und stellt zum ersten Mal eine 4 voran. Alle Module bieten zahlreiche Verbesserungen und zu einer Majorversion angemessene Neuerungen. Der Test zeigt, ob es Grund zum Feiern gibt.
© Isabel Poulin, 123RF.com
Libre Office nullt und stellt zum ersten Mal eine 4 voran. Alle Module bieten zahlreiche Verbesserungen und zu einer Majorversion angemessene Neuerungen. Der Test zeigt, ob es Grund zum Feiern gibt.
Anfang Februar veröffentlichten die Libre-Office-Entwickler Version 4.0 des freien Büropakets [1]. Schon auf der diesjährigen Fosdem [2] konnten Anwender am Libre-Office-Stand und in diversen Vorträgen die neuen Features und Funktionen bewundern. Dass das Büropaket deutlich flotter zu Werke geht, ist sicherlich den gründlichen Aufräumarbeiten im Quellcode zu verdanken. Wie so etwas bei einem solch großen Projekt abläuft, veranschaulichte unter anderem der Talk von Michael Meeks "The story of cleaning and re-factoring a giant code-base" [3].
Inzwischen hat das Projekt eine erste verbesserte und fehlerbereinigte Fassung mit der Nummer 4.0.1 veröffentlicht. Auf den beiden Testrechnern mit Ubuntu 12.10 (Quantal Quetzal) und 12.04 LTS (Precise Pangolin) installierten die Tester Version 4.0.1 vom 5. März 2013. Dazu entfernten sie wie empfohlen zunächst die von der Distribution ausgelieferte Version der Office-Suite und spielten danach die Libre-Office-Pakete von Hand ein.
Die Entwickler trennten sich von einigen Java-Altlasten und implementierten den Fax- und Brief-Assistenten in Python. Das eigene Suchmodul ersetzten sie durch das schnellere und kleinere für reguläre Ausdrücke von ICU (International Components for Unicode, [4]). ODS-, XLSX- und RTF-Dokumente sind nun insgesamt flotter geladen; das gilt vor allem für Präsentationen, die Folien mit vielen Fanglinien enthalten. Libre Office 4.0 erzeugt schneller Vorschauen für Medien und eingebettete Videos und integriert dank des neuen Sitzungs-Installers zusätzliche Komponenten im laufenden Betrieb.
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