Open Source im professionellen Einsatz

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Red Hat Enterprise Virtualization 3.1

Aufholjagd

Fünf Jahre hat der Milliardenkonzern Red Hat gebraucht, um seine Virtualisierungsplattform in Version 3.1 von Microsoft-Abhängigkeiten zu befreien. Nach dem Fehlstart 2008 machen die roten Hüte jetzt mit vielen Verbesserungen der etablierten Konkurrenz bei VMware und Microsoft gehörig Druck.

Lange Jahre war es die Lachnummer der Virtualisierungsbranche: Ausgerechnet der Open-Source-Primus Red Hat lieferte als Bestandteil seines Virtualisierungspakets Red Hat Enterprise Virtualization – kurz RHEV – eine Management-Lösung, die Microsofts Windows, den Internet Explorer und sogar eine Active-Directory-Domäne mit MS-SQL-Server voraussetzte.

Open-Source-Hausaufgaben

Nach vieler Häme und Kritik zog sich der Linux-Gigant erst mal zurück, um seine Hausaufgaben zu machen. Ganze fünf Jahre später kam 2012 mit Version 3 die von C# nach Java portierte Version des Management-GUI, das nun auch endlich ohne die Microsoft-Produkte Dotnet, Active Directory und Windows der reinen Open-Source-Lehre huldigt – aber zunächst nur als Technology Preview.

Erst mit der kurz vor Jahresende 2012 erschienenen Release 3.1 schneidet das Managementsystem endgültig alle alten Windows-Zöpfe ab. Zugleich macht Red Hat das Flaggschiff mit vielen weiteren Verbesserungen auch für den Enterprise-Einsatz klar und rückt den Virtualisierungs-Giganten VMware und Microsoft technologisch auf den Pelz. Vollmundig positionieren die Rothüte ihre Lösung als "einzige mission-critical end-to-end Open- Source-Virtualisierungsinfrastruktur für das Enterprise-Segment".

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