Open Source im professionellen Einsatz

Aus dem Alltag eines Sysadmin: Dstat

Statliche Ordnung

Gelegentliche Sorgen über den Systemzustand begleiten den Alltag des Admin, gewöhnlich hält er mit einem dicken Bündel Top- und Stat-Werkzeuge dagegen. Sysadmin-Kolumnist Charly Kühnast meint mit nur einem Multitool auszukommen. Vorläufig.

Wie oft habe ich schon über Tools geschrieben, die "top" oder "stat" im Namen tragen?! Gefühlte siebenundxxxxxzig Mal. Heute und mit Dstat [1] ist das achtundxxxxxzigste Mal. Das Tool, das viele Distributionen im Repository führen, tritt mit dem hehren Versprechen an, mir das neunundxxxxxzigste Mal zu ersparen und zugleich mehrere Systemreporting-Werkzeuge in Rente zu schicken [2].

Obwohl Dstat keinen Mangel an Parametern leidet, rufe ich es erst mal ohne auf. Zurück kommt jede Sekunde eine Bildschirmzeile mit den wichtigsten Systemdaten (siehe Abbildung 1). Will ich aber in die Tiefen des Netzwerks bohren, gibt es »--tcp« und »--udp« . Mit »-N eth1« begrenze ich die Ausgabe auf ein Interface. Wie für das Netzwerk gibt es für alle anderen Systemkomponenten Parameter, mit denen ich Details ans Licht hole.

Das alles ist gut und sinnvoll, aber Spaß bereitet mir Dstat, wenn ich mir die Liste der Plugins anschaue. Rund drei Dutzend davon gehören zur Entourage des Werkzeugs, darunter ein "Hello World"- und ein "Test"-Plugin, die als Sprungbretter für eigene Erweiterungen dienen. Die Plugins decken ein beachtliches Spektrum ab. Allein fünf beschäftigen sich mit MySQL, drei mit Inno DB, vier mit NFS. Andere zeigen die Wartschlangenlänge von Sendmail an oder von Postfix – hier sogar nach »incoming« , »active« und »deferred« sortiert – und vieles mehr.

[...]

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