Shellskripte aus der Stümper-Liga – Folge 25: Seltenes Internationalisieren
Bash Bashing
Bernhard Bablok
Völker hört die Signale: Internationalisierung ist für Desktop-Programme üblich, bei von Menschen bedienten Skripten nicht. Dabei erfordert die Völkerverständigung nur wenig Mehrarbeit.
Wem Emacs reicht, um die Welt zu verändern, hält sich nicht mit einem Wort auf, das 20 Buchstaben umfasst: Internationalization. Informatiker kürzen den Begriff darum als Numeronym ab: I18n. Ob kurz oder lang, Entwickler verstehen unter Internationalisierung das Anpassen ihrer Programme an die Bedürfnisse verschiedensprachiger Nutzer. Dazu zählen insbesondere die Sprache selbst, aber auch Dinge wie Zahlen-, Währungs- und Datumsdarstellung. Texte, zum Beispiel Fenstertitel oder Beschriftungen, zieht das Programm dann zur Laufzeit aus sprachspezifischen Dateien.
Skriptprogrammierer scheuen offenbar den zusätzlichen Aufwand, den ihnen I18n beschert. Sie meinen, viele Skripte seien sowieso nur einfache Wrapper oder verrichten ihre Arbeit in aller Stille, gewissermaßen nach dem Motto: keine Ausgabe, kein Problem. Ein kleiner Praxistest in »/usr/bin«
zeigt aber, dass in Wirklichkeit viele Skripte durchaus echte Anwendungsprogramme sind und mit dem Nutzer interagieren. Auf dem System des Autors sind aber nur zwei Skripte, »ldd«
und »susehelp«
, internationalisiert.
In nur drei Schritten
Das ist insofern unverständlich, als es die Bash dem Shellprogrammierer bei der Internationalisierung sehr einfach macht – allerdings nur bezüglich der Texte. Im ersten Schritt ersetzt der Programmierer alle String-Konstanten von
[...]
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