Kernel- und Treiberprogrammierung mit dem Linux-Kernel – Folge 66
Kern-Technik
Jürgen Quade
,
Eva-Katharina Kunst
Android führt mit deutlichem Abstand die Hitparade der Smartphone-Betriebssysteme an. Die Kern-Technik beleuchtet, welche Änderungen Google für den Mobileinsatz am Linux-Kernel vorgenommen hat und was es mit Wakelocks, Binder und dem anonymen Shared Memory auf sich hat.
Rund 136 Millionen verkaufte Android-Geräte zählten die Marktforscher von IDC im dritten Quartal 2012 [1]. Jeden Tag kommen 1,3 Millionen Geräte hinzu. Mit 75 Prozent Marktanteil dominiert Android die Statistiken und ruft den 1999 von Linus Torvalds nicht ernst gemeinten Aufruf zur World Domination wieder in Erinnerung. Linux-Geräte sind in der Statistik interessanterweise mit 1,5 Prozent gesondert ausgewiesen. Wissen die Marktstrategen von IDC etwa nicht, dass ein Android-Smartphone auch ein Linux-Device ist?
Wie die 1,5 extra gezählten Prozent ist Android allerdings kein reinrassiges Linux. Insbesondere das Userland stellt mit der C-Bibliothek Bionic und der virtuellen Maschine Dalvik eine Neuentwicklung dar. Der Kern jedoch ist in wesentlichen Teilen ein Standardkernel, für den mobilen Einsatz modifiziert. Wie man den Quellcode bekommt, beschreibt der Kasten "Quelltext des Android-Kernels".
Quelltext des Android-Kernels
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