Open Source im professionellen Einsatz

© Markus Feilner

Bericht von der Susecon in Orlando, Florida

Bellen und beißen

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Aggressiver will Suse-CEO Nils Brauckmann die Firma machen: Nicht mehr nur der schweigende Gecko soll sie sein, sondern auch mal wie ein Hund bellen und beißen. Auch die Enterprise-Konferenz Susecon anlässlich des 20. Geburtstags soll der Attachmate-Tochter auf den amerikanischen Markt helfen.

Orlando, Florida, Ende September. Es ist Regenzeit – und Hurricane Season. 31 Grad, auch am Abend. Die Schwüle scheint aus den Sümpfen zu kriechen, die Orlando umgeben und halb Florida bedecken. Ohne Klimaanlage geht nichts, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit durchnässen die Kleidung innerhalb von Minuten.

Von Stürmen verschont

Gut, dass während der Susecon ([1], [2]) wenigstens keine Tropenstürme den Südstaatenlandstrich verwüsten, es regnet nur regelmäßig, doch ab und zu kommt immerhin die Sonne ein wenig durch. Die Highways säumen Schilder, die den Autofahrer vor Krokodilen, Pantern und selbst den großen Seeschildkröten warnen. Die ebenfalls verbreiteten Leguane (Abbildung 1) scheinen dagegen kein Verkehrszeichen wert, zu gering ist wohl die Gefahr, die von ihnen für die Autobahnbenutzer ausgeht.

Ganz ähnlich präsentiert sich derzeit die Situation für die Verantwortlichen bei Suse. Nils Brauckmann, seit der Übernahme durch Attachmate Suse-CEO, erklärt in seiner Keynote eindringlich, warum Anpassbarkeit und Unauffälligkeit – Attribute, die man gemeinhin Geckos beziehungsweise Chamäleons zugesteht – nicht ausreichen, um Suse dauerhaft auf die Erfolgsspur zu lotsen. "Lieber ein lila Hund (a purple dog), der auch bellt und beißt als ein schweigendes Chamäleon!", ruft er den Zuhörern auf Suses Enterprise-Konferenz Susecon in Orlandos Konferenzzentrum zu. Damit trifft er einen Nerv unter den SLES-Anwendern und -Entwicklern, von denen sowohl Zustimmung als auch die erwartungsgemäße Ablehnung bei Hardcore-Nerds widerhallt, für die Krawatten und Vertriebler ein rotes Tuch sind.

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