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Code aus dem Internet in der kommerziellen Softwareentwicklung
Recycling in der Firma
Manuel Sojer
Eine wissenschaftlich fundierte Umfrage unter hauptberuflichen Softwareentwicklern hat recht unterschiedliche Einstellungen zum Basar-artigen Wiederverwenden von frei verfügbarem Quellcode ergeben. Erfahrungen, Rollen in der Firma und Programmiersprachen bestimmen die Akzeptanz.
Das Internet ist voll von Quellcode. Laut der Datenbank von Black Duck Software [1] gibt es heute mehr als 600 000 veröffentlichte Open-Source-Projekte, die zusammen 100 Milliarden Zeilen Quellcode und damit das Äquivalent von 100 Millionen Mannjahren Entwicklungsarbeit geschaffen haben. Hinzu kommen verfügbare Komponenten und Snippets, die nicht unter freien Lizenzen stehen, aber unentgeltlich nutzbar sind.
Seit den 60er Jahren gilt Wiederverwendung (Reusing) als zentral, um Software von hoher Qualität schnell und wirtschaftlich zu schaffen [2]. Solcher Code kam entweder aus dem eigenen Unternehmen oder von Dritten [3]. Beide Ansätze führen zu direkten Kosten, entweder für die Entwicklung In-House, die sich durch hoffentlich mehrfaches Verwenden amortisiert, oder für den Kauf von Komponenten.
Allein wegen der Kosten bildet unentgeltlich wiederverwendbarer Code aus dem Internet eine echte Alternative. Zudem entfallen bei Code aus gut geführten Open-Source-Projekten die Kosten für die zukünftige Codepflege.
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