Kernel- und Treiberprogrammierung mit dem Linux-Kernel – Folge 65
Kern-Technik
Jürgen Quade
,
Eva-Katharina Kunst
Wer mit Linux zu tun hat, sieht sich realen, virtuellen oder Boot-Konsolen gegenüber, begegnet klassischen, Pseudo- oder auch Controlling-Terminals. Die Kern-Technik bringt Ordnung in die babylonische Sprachverwirrung und zeigt, wie man einen eigenen Terminaltreiber schreibt.
Als Unix-Rechner noch Schrankgröße hatten, liefen die Ein- und Ausgaben über Terminals. Ein Terminal, etwa das VT100 von Digital Equipment (DEC), bestand aus einer Tastatur und einem Monitor, der nur Text in grüner Schrift auf dunklem Hintergrund darstellte. Es war per serieller Schnittstelle mit dem eigentlichen Rechner verbunden. Als Multiuser-Systeme konnten Unix-Rechner meist mehrere Terminals bedienen, wobei jenes, das direkt beim Rechner stand und Boot- und sonstige Systemnachrichten anzeigte, als Konsole bezeichnet wurde [1].
Moderne Linux-Systeme passen längst in unsere Hosentaschen und eine serielle Schnittstelle zum Anschluss eines VT100 sucht man am Gehäuse vergebens. Auch wenn das klassische Terminal also ausgedient hat, starten Profis direkt nach dem Hochfahren von X-Window und dem Login etwas, das sie ebenfalls Terminal nennen, um textbasiert schnell mit dem System zu kommunizieren.
Allerdings handelt es sich bei diesem Terminal nicht mehr um Hardware, sondern um Software. Unabhängig von der Realisierungsform ist das Konzept des Terminals aber auch heute noch zentraler und zeitgemäßer Bestandteil eines Unix- beziehungsweise Linux-Systems. Dabei findet sich Linux auch in vielen Embedded-Geräten, die weder einen Tastaturanschluss noch eine Grafikkarte aufweisen.
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