Open Source im professionellen Einsatz

© Markus Feilner

Dynamisches Routing unter Linux mit Quagga

Ein Zebra als Pfadfinder

Wenn mehrere Wege ans Ziel führen, muss der Router entscheiden, welcher der beste ist. Cisco und Juniper entwickelten dafür Routingprotokolle, unter Linux hilft Software wie Quagga mit ihrem Zebra-Daemon dabei, automatisch den optimalen Pfad zu finden.

Komplexe, redundant ausgelegte Netze wie das Internet verlangen andere Routingverfahren als jene, die im LAN üblich sind. Idealerweise kennen die Router alle Wege zum Ziel, diese aber manuell zu konfigurieren wird schnell unübersichtlich und kann zu Fehlern führen.

Quagga: Zebra für Admins

Im Internet ist dieses Vorhaben schlicht unmöglich. Dort müssen sich dynamisch ändernde Routeninformationen automatisch verteilt werden – inklusive optionaler Redundanzen, wenn mehrere Wege zum Ziel führen. Die Netzwelt hat dafür spezielle Routingprotokolle entwickelt, die in der Regel nur auf Routern von Cisco oder Juniper Anwendung finden. Aber Quagga [1] erlaubt es Admins, auch mit einem Linux-Rechner am großen Routerverbund teilzunehmen. Das Projekt stammt von den Zebra Routing Daemons des Japaners Kunihiro Ishiguro ab [2], die Software ist in allen gängigen Linux-Distributionen enthalten und läuft auch auf anderen Unix-Derivaten wie Solaris und Free/Net/Open BSD.

Quagga übernimmt dabei nicht das Routing, das erledigt nach wie vor der darunter liegende Kernel des Betriebssystems, es stellt aber die Routingprotokolle RIP (Routing Information Protocol, [3]), RIP-NG [4], OSPF (Open Shortest Path First, [5]), BGP (Border Gateway Protocol, [6]) und IS-IS (Intermediate System To Intermediate System, [7]) bereit und ändert die Routingtabelle des Kernels entsprechend den gelernten Routen.

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