Aus dem Alltag eines Sysadmin: Swaks
Fürs Protokoll
Fehler im Dunstkreis eines SMTP-Servers per Telnet und Testmails suchen – das kann zu einem nervenzehrenden Hindernislauf ausarten. Das Tool Swaks bringt die Ziellinie wieder in Sichtweite.
Fehler im Dunstkreis eines SMTP-Servers per Telnet und Testmails suchen – das kann zu einem nervenzehrenden Hindernislauf ausarten. Das Tool Swaks bringt die Ziellinie wieder in Sichtweite.
Dass SMTP ein Klartextprotokoll ist, erweist sich für die Fehlersuche an Mailservern als vorteilhaft. Ich kann mich einfach per Telnet auf Port 25 verbinden und wie ein Mailclient benehmen. An den Antworten des Servers sehe ich schnell, wo es hakt. So weit die Theorie. Die Praxis, man ahnt es, läuft meist weniger geradlinig. Denn SMTP hat mit den Jahren Fett angesetzt, auch wegen dringend benötigter Sicherheitsfunktionen. Während ich die Basiskommandos wie »HELO FQDN«
oder »RCPT«
noch flott tippe, hört spätestens beim Authentisieren per CRAM-SHA-1 für mich der "Klartext" und damit der Spaß auf.
Seit Swaks [1] geht mir die Mailserver-Diagnose wieder leicht von der Hand. Richtig parametrisiert führt das Werkzeug die zur Diagnose notwendigen SMTP-Dialoge selbstständig aus. Eine einfache Testmail versende ich mit dem Kommando:
swaks --from=charly@kuehnast.com --to=charly@example.com --server=mail.example.com
Ist der Test erfolgreich, erhält »charly@example.com«
eine Mail. Ich kann jeden Schritt des SMTP-Dialogs in der Konsole mitlesen und bekomme Fehlermeldungen auf dem Silbertablett präsentiert.
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