Open Source im professionellen Einsatz

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Kernel- und Treiberprogrammierung mit dem Linux-Kernel – Folge 64

Kern-Technik

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Der Boot Tracer und Bootchart helfen dabei, den Bootvorgang detailliert zu analysieren. Schon ein paar Maßnahmen später ist das Linux-System spürbar schneller betriebsbereit.

Die heute gängige Bootzeit von ein bis zwei Minuten für ein Desktop-Linux ist nicht gerade beeindruckend. Für den Einsatz im Embedded-Bereich wäre sie geradezu undenkbar. Eine Digitalkamera, die 60 Sekunden zum Hochfahren benötigt, findet nicht viele Käufer, ebenso ein Auto, das nach dem "Keyless Access" zwei Minuten mit der Meldung "Fahrzeug-Informationssystem - Booting" für Stillstand sorgt.

Dabei geht es schneller, wie diverse im Internet publizierte Erfolgsgeschichten belegen. Dort wurden mit überschaubarem Aufwand Bootzeiten im einstelligen Sekundenbereich und teilweise sogar darunter erreicht. So bootet etwa das unter [1] gezeigte Embedded-System auf einem Beagleboard in 630 Millisekunden von Power-on bis in eine Shell.

Für einen möglichst schnellen Bootvorgang gilt es, die Systemkomponenten in Handarbeit anzupassen. Davor ist außerdem eine zeitliche Analyse des Bootvorgangs erforderlich, der sich beim so genannten Cold Boot in die vier Phasen Bootstrap, Bootloader, Kernel und Userland gliedert (siehe Abbildung 1).

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