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Inventarisierung und Softwareverteilung mit ACMP
Zeit für eine Inventur
Konstantin Agouros
Es gibt schönere Aufgaben, als Ausstattungslisten des eigenen Rechnerpools zu pflegen. Eine zentrale Inventarisierungssoftware wie ACMP automatisiert das stupide Erfassen von Windows-, Linux- und Mac-Computern und deren Software.
Die ACMP-Suite von Aagon Consulting [1] aus dem nordrhein-westfälischen Soest besteht aus einer Inventarisierungskomponente, einer Softwareverteilung, einem Helpdesk-Modul, Lizenzmanagement und dem Client Command Center, mit dem der Systemverantwortliche Befehle auf ausgewählten oder allen Clients ausführt. Außerdem überwacht ACMP Sicherheitskomponenten wie Virenscanner und Patchstände.
Stammesgeschichtlich siedelt ACMP ganz klar im Windows-Dorf: Bis vor Kurzem erfasste es nur Rechner mit Microsoft-Betriebssystemen, die Suite selbst ließ und lässt sich nur auf einem Windows-Server installieren. Die neueste "Pro"-Version 3.8.10 berücksichtigt jedoch auch Linux- und OS-X-Clients, die sie mittels SSH ansteuert [2]. Dies – und auch weil Windows-PCs noch recht verbreitet sind – lässt Raum für die Betrachtung des Produkts. Als Linux-Clients unterstützt ACMP offiziell Debian ab 6.0.3, Ubuntu ab 12.04, Open Suse ab 11.4 und Fedora ab Version 16. Bei Apple-Rechnern markiert OS X Leopard die Einstiegshürde.
Scannen ohne Agenten
Neu in der Version 3.8.10 ist der Agentless Scanner, der andere Datenquellen anzapft, etwa das Active Directory. Zu dieser Komponente gehört auch der XML Importer, der als Dienst periodisch in Netzwerkfreigaben nach neuen XML-Dateien sucht, die Inventory-Daten enthalten, und sie in ACMP importiert. Für Linux- und OS-X-Clients gibt's ein Bündel Python-Skripte, die solche XML-Files erzeugen und auf einer der CIFS-Freigaben ablegen. Im Sinne einer zentralen Administration bietet der Server im Client Command Center die Möglichkeit, Shellkommandos zu hinterlegen, die per SSH die Linux- oder OS-X-Clients ausführen.
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