Aus dem Alltag eines Sysadmin: QPS
Prozessbeobachter
Charly Kühnast
Das grafische Tool QPS befreit Admins von kafkaesken Unklarheiten über Ursache, Verlauf und Nebenwirkungen laufender Prozesse. Je nach Fenster dominieren Übersichtlichkeit oder Detailinformationen.
Grafische Tools benutze ich selten, das ebenso praktische wie schnelle QPS bestätigt als Ausnahme die Regel. Der in Qt programmierte Prozessmonitor vereint die Eigenschaften von »top«
, »ps«
und »lsof«
in sich. Das Hauptfenster (siehe Abbildung 1) zeigt zentrale Systemparameter wie CPU-Auslastung, Hauptspeicher, Swap und Uptime. Darunter folgt die tabellarische Prozessliste, die QPS linear oder als Baum darstellt.
Abbildung 1: Das Hauptfenster von QPS präsentiert eine ausführliche Prozessliste. Ähnlich wie top informiert das Tool ganz oben über CPU, RAM, Swap und Uptime.
In der Baumansicht kann ich Kindprozesse aus- oder einblenden. Ein Klick auf einen der Spaltenköpfe ändert die Sortierung. Ich sortiere Prozesse gern nach der UID, um die heikelsten, die mit Root-Berechtigung, fest im Blick zu behalten. Die Flexibilität der Prozessliste ist überhaupt ein großer Vorzug von QPS. Beim Start sind dort zunächst nur die sieben oder acht wichtigsten Felder eingeblendet. Mit »Fields | Custom Fields«
wähle ich aus insgesamt 48 Feldern die aus, die mich gerade interessieren – wer alle Felder gleichzeitig sehen möchte, sollte in einen zweiten Monitor investieren.
[...]
Das Linux-Magazin Online veröffentlicht erstmals alle Print-Artikel,
die in den vergangenen sechs Jahren im Linux-Magazin erschienen sind.
Damit steht Ihnen ein hochwertig bestücktes Archiv bis hin zu den Beiträgen
der aktuellen Ausgabe online zur Verfügung. Die über 1200 Artikel sind
größtenteils kostenlos zugänglich, nur für Beiträge (als PDF) der
jüngsten zehn Linux-Magazine ist eine Gebühr von jeweils 99 Cent fällig.
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links"
nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedrucken Fassung entsprechen.